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13.03.2019 . Social Media Marketing . Sandra Elgaß

Instagram im B2B-Bereich: Fünf erfolgreiche Ansätze

Wir präsentieren euch einige starke Beispiele, wie gut Instagram für euch im B2B-Segment funktionieren kann – und geben natürlich direkt Tipps für den Erfolg eurer Marke dazu.

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Immer noch tun sich B2B-Unternehmen mit Social Media und im Speziellen Instagram schwer. Und das, obwohl sie langsam merken, dass es besser wäre, die Gespräche mitzugestalten, die im Netz über sie geführt werden. Das merken wir auch an den Anfragen, die uns aus diesem Bereich erreichen.

Oft denken Kommunikationsverantwortliche in B2B-Unternehmen beim Thema Social Media zuerst an die Netzwerke LinkedIn oder Facebook. Instagram haben sie erstmal nicht auf dem Schirm. Klar, ist ja auch ein Spaßkanal, bei dem es um schöne Bilder oder die Selbstdarstellung von Teenies geht. Das passt einfach nicht zu seriösen Geschäften mit komplexen und teuren Produkten wie Maschinen, Containerschiffen oder komplexen Softwarelösungen. Oder etwa doch?

Die digitale Welt und der B2B-Einkäufer …

Entscheider sind zunehmend Millenials – und die Millenials sind auf Instagram. Wem das als Argument nicht reicht: Eine Studie von Google und Millward Brown Digital stellte vor Jahren fest, dass 2014 bereits 89 % der B2B-Käufer das Internet für die Recherche im Beschaffungsprozess nutzten. Das B2C-Geschäft hat in Sachen Social Media und auch speziell bei Instagram einen Vorsprung. Das führt dazu, dass sich Kunden an Unternehmensauftritte auf Social Media gewöhnen. Deshalb erwarten sie eine entsprechende Customer Journey auch im beruflichen Umfeld – zum Beispiel, wenn sie den passenden B2B-Partner suchen.

Aber was machen Unternehmen heute daraus? Was betrachten sie als Erfolg und wie setzen sie ihre Strategie um? Wer sich ein paar Beispiele anschaut, sieht, dass es meist um diese vier großen Ziele geht: Employer Branding und Advocacy, Markenbildung und Awareness, Produktkommunikation und Recruiting. Die Erfolgsformel: Mensch + Begeisterung + Mut zum Ausprobieren = Jackpot.

Diese Ziele könnt ihr als B2B-Unternehmen auf Instagram verfolgen

  1. Produktkommunikation: Nein, natürlich geht es nicht darum, „einfach“ Produktbilder zu posten. Entweder, ihr liefert spannende Einblicke mit oder ihr zeigt das Produkt in pfiffiger Weise. Zum Beispiel, indem ihr auch mal eine Konvention auf Instagram kreativ variiert.
  2. Markenbildung und Awareness: Mit Instagram können technische Unternehmen ihr Image von „langweilig“ oder „trocken“ zu „faszinierend“ drehen. Viele B2B-Unternehmen sind in Bereichen tätig, die faszinierend sind. Aber erst in Bildern wird das richtig offensichtlich. Auch mit humorvollen Visual Statements – an eine genau definierte Zielgruppe gerichtet – kann auf Instagram richtig der Bär steppen.
  3. Employer Branding und Advocacy: Instagram eignet sich sehr gut dazu, authentische Einblicke in das Unternehmen zu ermöglichen. Mit den Instagram Stories können die eigenen Mitarbeiter und / oder interessante Aspekte ihres Jobs in den Mittelpunkt rücken und so zeigen, wie vielfältig das Unternehmen arbeitet. Oder einen Gesprächsanlass für interessierte Bewerber liefern. Kunden und Partner sehen so, welche Menschen hinter eurem Unternehmen für sie arbeiten. Das kann sich auf die gegenseitige Wertschätzung positiv auswirken.
  4. Recruiting: Viele Unternehmen klagen über Nachwuchsprobleme oder Facharbeitermangel. Die besonders junge Zielgruppe auf Instagram würde vielleicht wirklich gern in einen interessanten technischen oder handwerklichen Beruf einsteigen oder zu euch wechseln – wenn sie denn nur von euch und euren interessanten Möglichkeiten wüsste. Instagram eignet sich gut dazu, genau diese Menschen zu erreichen.

So weit die Theorie. Jetzt zur Praxis, in der sich die Ziele natürlich manchmal vermischen:

5 schöne Beispiele für B2B-Unternehmenskommunikation auf Instagram

Hapag Lloyd

Große Schiffe, große Gefühle. Ganz einfach. Nein, nicht ganz einfach: Ein klares Farbkonzept zieht sich durch den Kanal von Hapag Llyod. In den Highlight-Stories werden mit viel Aufwand Image- und Informationsziele verfolgt und auch das Leben auf den Schiffen zeigt sich in seiner Vielfalt. Was nebenbei auch noch den Kunden und Mitarbeitern schmeichelt.

Im Instagram-Stream von Hapag-Lloyd ist klar die ästhetische Linie zu erkennen. Spannende Perspektiven und die Farbe Orange sorgen für Wiedererkennung im B2B. 

Im Instagram-Stream des Unternehmens ist klar die ästhetische Linie zu erkennen. Spannende Perspektiven und die Farbe Orange sorgen für Wiedererkennung.

Übrigens: Wir glauben, dass das Format Instagram Stories derzeit einige Chancen für Unternehmen bereithält. Falls euch die Werbemöglichkeiten interessieren, die Insta-Stories bieten: Hier haben wir euch etwas dazu aufgeschrieben. Ein paar unserer Tipps zur Nutzung des Formats in der Live-Kommunikation findet ihr hier. Falls euch die Zusammenarbeit mit Instagram-Influencer interessiert: Hier entlang! 😉

„Wir leisten harte und sichere Arbeit und unsere Mitarbeiter sind dafür der Dreh- und Angelpunkt!“ Das sagt dieser Instagram-Post aus. Außerdem zeigt das Unternehmen hier etwas, was der „Normalo“ wahrscheinlich nie sehen würde.

Auch hier drückt das Unternehmen im Instagram-Beitrag Wertschätzung für die Mitarbeiter aus – ein klassisches Beispiel für Employer Branding, das mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eine positive Wirkung nach innen hat.

Liebherr

Große Maschinen für große Aufgaben – das könnte das Motto dieses Kanals von Liebherr sein. Besonders schön: Jedes Bild ist irgendwie speziell. Mal ist es die interessante Perspektive, mal die Farben, mal die Idee. Und am Ende vergisst man sogar, dass man sich eigentlich nicht für Kräne interessiert, oder? …

Qualitativ hochwertige Fotos sind bei Liebherr Pflicht …

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

#towercrane #craneporn #construction #crane #cranelife #craneoperator #cranes #cranespotting #towercranepics #Fribourg #blackandwhite #blackandwhitephotography

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… genauso wie interessante Perspektiven …

… und eine Prise Humor.

Engelbert Strauss

Engelbert Strauss ist ein Anbieter von Arbeitskleidung und hat es auf den ersten Blick leicht. Denn das Unternehmen verkauft sowohl an andere Unternehmen als auch an Verbraucher. Auf dem Instagram-Kanal werden konsequent Produkte inszeniert, und zwar immer mit einem pfiffigen Dreh. Schaut euch mal die folgenden Beispiele an:

Das Unternehmen bietet spannende Blicke hinter die Kulissen eines Fotoshoots und verknüpft das geschickt mit einer Botschaft zum Produkt.

 

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Essentials for Friday the 13th. #engelbertstrauss #enjoywork

Ein Beitrag geteilt von engelbert strauss (@engelbert_strauss) am

Außerdem geht das Unternehmen auf die Kanal-Konventionen ein, hier zum Beispiel auf die sogenannten „Flatlays“, die sich auf Instagram in vielen Themen-Bereichen eingebürgert haben.

Auch den Effekt, mehrere einzelne Bilder auf Instagram zu posten, die dann aber in der Feed-Ansicht ein Ganzes geben, hat das Unternehmen schon ausprobiert. Das zeigt der folgende Screenshot aus dem Feed in der oberen und unteren Reihe:

Unternehmen nutzen die Kanal-Konventionen bei Instagram für B2B

Aldi Süd

Aldi Süd hat sich entschieden, neben ihrem Hauptkanal auf Instagram, der sich klar an Verbraucher richtet, einen eigenen Kanal für Recruiting zu betreiben. In den Highlight-Stories gibt das Unternehmen selbst Tipps zu Bewerbung & Co. – was natürlich sehr relevant für mögliche Bewerber ist. In den normalen Stories, die nach 24 Stunden automatisch gelöscht sind, zeigen Auszubildende immer mal wieder ihren Alltag. Und der ist natürlich gar nicht so uninteressant, wie man vielleicht denkt. Auch die textlichen Botschaften sind mit viel Liebe und oft mit einem Schlenk zum Kerngeschäft in Szene gesetzt:

Der Feed im Karrierekanal von Aldi Süd zeigt die ersten Beiträge der Instagramseite.

Im Karrierekanal von Aldi Süd finden sich motivierende Visual Statements, Bewerbungstipps in den Highlight-Stories und Botschaften, die mit Produkten oder Mitarbeitern liebevoll in Szene gesetzt sind.

 

Hier setzt das Unternehmen mit einem visuellen Schlenk zum Kerngeschäft das Thema Karriereoptionen um.

SACHS

Der Automobilzulieferer ZF verkauft unter der Produktmarke SACHS seine Produkte im freien Ersatzteilmarkt eigentlich nur über Großhändler, richtet sich auf Instagram aber an eine auto- und tuningbegeisterte Community. Eine farbliche Ästhetik sorgt für Wiedererkennung, viele verschiedene Formate hat das Unternehmen schon ausprobiert.


In kleinen Animationen werden Informationen zu Produkten visuell interessant aufbereitet.

Visual Statements mit Augenzwinkern funktionieren hier sehr gut, ebenso wie das folgende Flatlay, das mit einer Prise Humor gewürzt ist:

Bestimmt findet ihr noch viele weitere schöne Beispiele, die sich den Zielen oben zuordnen lassen. Falls ja, lasst uns gern einen Kommentar mit einem Link da, wir freuen uns!

Noch ein letztes Wort zum Begriff B2B …

Die analytische Trennung von B2C und B2B hat sich durchgesetzt. Aus gutem Grund, denn es gibt ganz klar Unterschiede in vielen Unternehmensbereichen – und in der Kommunikation. Im Content Marketing lässt sich die Unterscheidung zwischen B2C und B2B sogar noch um eine weitere Wortspielerei erweitern, die aber einen Trend anzeigt: B2I, im Sinne von Business to Individuals.

So hat es zumindest Naveen Rajdev, Mitgründer von Lighthouse, genannt. Das bedeutet einfach, die kundenzentrierte Herangehensweise auf die Persona des Einkäufers im B2B-Bereich zu übertragen und auch im Social Media Marketing in den Mittelpunkt zu stellen. Das ist schlau, und wer das Prinzip verinnerlicht, dem fällt es auch nicht schwer, darauf zu kommen, dass sich Instagram für den B2B-Bereich lohnen könnte.

Wer etwas gehässig ist, der sagt: Im Grunde sind B2B, B2I oder B2C auch nur H2H – Human to Human. Menschen wollen Menschen, Unterhaltung, Mehrwert & Emotion – und auf Instagram lässt sich das prima herstellen. Falls ihr also jetzt Ideen habt, wie euer B2B-Unternehmen auf Instagram erfolgreich sein könnte, super! Falls ihr sie nicht alleine umsetzen wollt oder könnt – meldet euch!

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