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13.05.2015 . Social Media Marketing . jennifer.kluge

Pinterest – kurz erklärt

Heute: Pinterest

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Unzählige Videopostings bei Facebook, sekundliche Statusmeldungen auf Twitter, Millionen Selfies für Instagram. Jedes Social Network hat besondere Charakteristika und mittlerweile hat sich ein weiteres Netzwerk zu den Großen dazu gesellt, welches wir euch gerne vorstellen möchten: Pinterest!

Erste Schritte

Öffnet man Pinterest, um sich anzumelden, muss zu Beginn aus einer vorgegebenen Auswahl 5 Pinterest Usern gefolgt werden um fortfahren zu können. Hintergrund ist der, dass man eine Vorstellung davon bekommen soll, wie die eigene „Timeline“ aussehen könnte, da diese den User visuell inspirieren soll. Gleichzeitig lernt man direkt den Umgang mit der „Follow“-Fuktion, damit dein soziales Netzwerk möglichst schnell wachsen kann. Durch die Anmeldung mit dem eigenen Facebook-Konto, werden dir auch die Konten und Pinnwände deiner Freunde angezeigt, mit denen du dich direkt verbinden kannst.

Pinterest - Kreative Ideen entdecken und speichern

Wie der Name impliziert dreht sich nun alles um Bilder (Pins) und welche davon deinen Interessen (Interests) entsprechen. Der Nutzer kann jetzt nach Themen virtuelle „Pinnwände“ erstellen, denen er nach und nach passende Bilder mit dem „Pin it“ -Button anheftet und ergänzt. Im Suchfeld kannst du also beliebige viele Begriffe eingeben und filtern (z.B. Urlaub, Strand, Meer etc.), bis zu die Bilder angezeigt bekommst, nach denen du suchst oder du lässt dich einfach inspirieren. Auf der Startseite/Timeline erscheinen dir dann aktuelle Bilder von Freunden und Seiten denen du folgst. Es werden dir aber auch dazwischen Nutzer angezeigt, die dir aufgrund deiner Interessen gefallen könnten. Die virtuellen Pinnwände sind also aufgebaut wie ein Fotoalbum und du kannst unbegrenzt viele davon erstellen. Wichtig nur: Jede Pinnwand muss nach einem Oberbegriff sortiert werden (z.B. Reisen, Essen & Trinken, Wohnen usw.). Der Ordnung halber, gibt es deshalb auch keine Pins ohne zugehörige Pinnwand – da hat jemand mitgedacht ;).

Pins

Doch was ist ein Pin? Ein Pin kann alles Mögliche sein: ein Geschenk, ein Rezept oder auch ein Zitat. Im Vergleich zu beispielsweise Instagram wird Pinterest weit weniger zur Darstellung der eigenen Person (z.B. durch Selfies) eingesetzt , sondern dient vielmehr der Sammlung der eigenen Interessen – in Form von Bildern. Alles, was dich inspiriert – seien es Wohnideen oder atemberaubende Orte auf der Welt – kannst du auf Pinterest teilen. Die Pins und zugehörigen Pinnwände schaffen eine benutzerfreundliche Struktur und gehen auf die Bedürfnisse der Nutzer ein, denn erstmalig kann man sich auf einen Blick ansehen, was deinen Freunden visuell gefällt und spezifisch nach Bilder suchen die dich interessieren könnten.

Blumenkindjen auf Pinterest

Das ist gut…

Nachdem schon Instagram als Fotonetzwerk eine beispiellose Erfolgsgeschichte zur verzeichnen hatte, verfolgt auch Pinterest den Trend zur Bildlastigkeit und kombiniert dies mit steigender mobiler Nutzung. Dabei interessant: Pinterest gab es bereits vor seinem Bildnetzwerk-Kollegen Instagram, konnte allerdings vor allem in Deutschland nicht so gut Fuß fassen.

Ein Vorteil und ein herausstechendes Merkmal von Pinterest ist, dass hinter deinem hochgeladenen Bild auch ein direkt der Link zu der Webseite enthalten ist, auf welcher du das Bild gefunden hast.  Also bietet Pinterest dir quasi gleichermaßen eine visuelle und virtuelle Link-Sammlung deiner Interessen.

Die herausstechendsten Themen auf Pinterest sind Mode, Design, Reisen, Kunst, Infografiken, „Do-it-yourself“-Inhalte oder auch Kochrezepte. Somit ist es besonders für Mode-Online-Shops eine gute Werbeplattform, da gepinnte Beiträge oft direkt auf diesen verlinken und gerade die Frauen dazu gewillt sind, diesen aufzurufen und sich weitere Produkte anzuschauen. Für Unternehmen bietet sich also auch hier großes Potential Kunden mit ihren Produkten anzusprechen und zu gewinnen. Denn viele User, vor allem Frauen, finden durch Pinterest die nötige Inspiration, die sie zum Kauf von Produkten bewegt.

Pinterest NikeDurch den visuell ansprechenden Content wird der Look des Netzwerks voll ausgeschöpft, deshalb ist Pinterest auch interessant für Künstler, Innenarchitekten oder Fotografen, welche ihre Arbeiten hier veröffentlichen, präsentieren und verbreiten können. Hier stellt sich eine besondere Charakteristik dar: Auf Pinterest kann man mit Hilfe der Pinnwände quasi „planen“ und sich ein kreatives Storyboard entwickeln. Du ziehst um und suchst noch nach Ideen für dein Wohnzimmer? Kein Problem!

Pinterest ermöglicht dir wie auch die anderen sozialen Netzwerke das Liken, das Kommentieren, das Repinnen (in etwa zu vergleichen mit der „Teilen“-Funktion von Facebook) und das Folgen. Entweder folgst du einem User komplett  – also all seinen Pinnwänden – oder nur einzelnen Pinnwänden, was dir eine bessere Selektion bietet, als beispielsweise bei Instagram.
Suchst du nach bestimmten Begriffen oder Stichwörtern, kannst du diese auch in Form von Hashtags oder Stichwörtern in der Suchleiste eingeben. Ist man also erst einmal angemeldet funktioniert die Anwendung recht intuitiv. Wer das kreative Chaos liebt, wird sich hier sehr wohlfühlen und gut zurechtfinden können, denn Pinnwände sind eine Sammlung vieler Puzzleteile aus Bildern, Ideen und Impressionen.

Pinterest Kreative Ideen entdecken und speichern

Allerdings ermöglicht dir Pinterest nicht nur das Teilen externer Bilder und Links, sondern auch deine eigenen Bilder. Da aber manche Bilder nicht für alle zugänglich sein sollen, gibt dir Pinterest auch die Möglichkeit eine geheime Pinnwand zu erstellen, die nur für die zugänglich ist, denen du eine Einladung für die Pinnwand zugeschickt hast. Die alten Familienfotos, welche du nur mit deinen Geschwistern teilst, oder die Planung der deiner neuen Terrasse, welche du nur deinen Freundinnen zugänglich machst um dich darüber auszutauschen. Wir finden: ein eindeutiger Pluspunkt!

Ein weiteres Extra: Pinterest ermöglicht dir, den sogenannten „Pin it“-Button als Browser Extension einzubinden. Dieser Pin it-Button erscheint in der Menüleiste deines Browsers. Er vereinfacht dir das Teilen deiner Beiträge auf Pinterest. Siehst du auf einer Webseite ein Bild das dir gefällt und welches du auf Pinterest teilen möchtest, kannst du ohne Pinterest geöffnet zu haben auf den vorher installierten „Pin it“-Button klicken und somit das Bild direkt auf Pinterest teilen. Super Idee, oder?

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Zahlen & Fakten

Derzeit wird Pinterest mit rund 80% überwiegend von Frauen benutzt und noch ein Großteil der Nutzer kommt aus den USA. Jedoch wachsen auch die deutschen Userzahlen. Seit dem vergangenen Sommer hat sich die Zahl der Website-Besucher hierzulande schon von 600 000 auf 2,1 Millionen erhöht, wie das Marktforschungsunternehmen Comscore herausgefunden hat. Pinterest besteht mittlerweile aus rund 750 Millionen Pinnwänden mit über 30 Milliarden Fotos und zählt heute fast 80 Millionen Nutzer in der ganzen Welt.

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Das leidige Thema des Urheberrechts

Genau wie bei vielen anderen bildlastigen Netzwerken, kommt es auch bei Pinterest zu einem bekannten und leidigen Thema: Dem Urheberrecht. Die Bilder der Pinnwände sind für jeden Nutzer „frei zugänglich“, also können ohne weiteres aus dem Browser heruntergeladen werden. Dadurch ist nicht garantiert, dass jemand die „Repin“-Funktion verwendet oder zumindest seine Quelle verlinkt, damit er den Urheber eines Bildes kenntlich macht. Die Folge sind meist hässliche Wasserzeichen, die so manches schöne Bild zerstören. Also Vorsicht: Egal ob ihr lediglich engagierte Nutzer von Pinterest oder wirklich Fotografen, Künstler oder ähnliches seid. Auch auf Pinterest herrscht das (überarbeitungswürdige) deutsche Urheberrecht.

Wer jetzt Lust bekommen hat, sich dieses Netzwerk mal etwas genauer anzugucken und selbst loszulegen, hier noch ein paar Impressionen für auf den Weg: Also sei kreativ und „Pin-it“!

Pinterest Beach

 

Pinterest essen

 

Pinterest home

Autor

jennifer.kluge

jennifer.kluge
Marketing Managerin

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