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Social Media Guide für B2B – die erfolgreichsten Tricks aus 10 Jahren Erfahrung. Social Media Guide für B2B: Jetzt herunterladen

08.10.2020 . Social Media Marketing . Anja Neubauer

Warum Risiken von Social Media für B2B echte Chancen sind

Wir zeigen, wie ihr euch als B2B-Unternehmen im Social Media-Dschungel zurechtfindet und die häufigsten Fehler gar nicht erst macht.

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Als B2B-Unternehmen seinen Platz im sozialen Netzwerk-Dschungel zu finden ist zugegebenermaßen nicht ganz einfach. Wir zeigen euch 5 Stolpersteine und wie ihr Social Media für B2B besser nutzt:

1. Stolperstein: Wo findet ihr eure Zielgruppe?

Die Frage aller Fragen. Je nach Branche oder Produkt kann das sehr unterschiedlich sein. Jede Plattform bietet verschiedene Vor- und Nachteile und ist für unterschiedliche Nutzergruppen interessant.

Das go-to für B2B-Marketing ist LinkedIn – und das zurecht! Laut Content Marketing Institute geben 63% der Marketer*Innen LinkedIn als die effektivste B2B-Plattform an. Hier tummeln sich viele Fachleute, die spannenden Content aus ihrer Branche finden und sich zu Fachthemen austauschen möchten. Die Tonalität wird euch hier vertraut sein: Hier wird gesiezt, an Emojis trauen sich die wenigsten dran.

Doch beschränkt euch nicht auf diese eine Plattform, damit verpasst ihr einige, vielleicht effektivere Möglichkeiten eure Zielgruppe zu erreichen.

Auf Videoplattformen mit euren Produkten glänzen

Habt ihr mehrere Produkte, die in der Handhabung Erfahrung oder Hintergrundinformationen erfordern? Oder ist euer Produkt sehr abstrakt und muss erklärt werden? Gibt es im Einsatz spannende Bilder die ein Publikum fesseln würden? Dann zeigt Partnern, Interessierten und potenziellen Kunden in Videos was eure Produkte zu bieten haben!

Außerdem gibt es die Möglichkeit die Reichweite von bereits erfolgreichen Kanälen für euch zu nutzen. Je nach thematischem Schwerpunkt könnt ihr hier außerdem sicher sein, die richtige Zielgruppe zu erreichen. Außerdem bekommt man einen Vertrauensvorsprung von den Nutzern, weil sie den Kanal kennen und die Inhalte schätzen. Hier ein Beispiel:

Wie man die Reichweite und Community von bereits bestehenden Kanälen gut nutzen kann zeigt das junge Unternehmen RKL Maschinenbau. Sie zeigen ihre innovativen Landmaschinen und stellen so die jeweiligen USP der Produkte und gleichzeitig sich selbst vor – alles in einem Beitrag. Außerdem sieht dieses Video die richtige Zielgruppe, denn die Abonnenten von „agropictures“ sind Personen, die sich so für Landwirtschaft und Landmaschinen interessiert, dass sie sich regelmäßig Videos zu dem Thema ansieht. 

Recruting auf Instagram

Auf dieser Plattform sprechen vor allem die Bilder. Wenn ihr starkes visuelles Material habt, go for it! Für B2B-Unternehmen ist Instagram vor allem für Recruting bestens geeignet. Hier tummelt sich ein Großteil der jungen Erwachsenen, die mittlerweile an eine transparentere Welt gewöhnt sind. Wenn sie also auf Instagram ansprechende Einblicke bekommen, wie es ist bei euch zu arbeiten, bewegt sie das womöglich eher zu einer Bewerbung.

Mit Twitter auf dem Laufenden bleiben

Ihr tauscht euch gern mit Kolleg*Innen aus der Branche aus? Versucht immer auf dem neusten Stand zu bleiben? Informiert euch über Forschung und Events? Ihr arbeitet viel mit anderen Firmen an Projekten und habt Spannendes zu berichten? Schaut euch auf Twitter um, wer von euren Partnern nutzt die Plattform? Findet ihr Profile von potenziellen Geschäftskunden? Wenn ihr ein paar dieser Fragen mit Ja beantworten könnt, solltet ihr direkt mit dem zwitschern loslegen! Die Inhalte können unterschiedlich aussehen, neben spannenden Artikeln aus eurer Themenwelt, Ankündigungen und Einsichten aus dem Betrieb kommen humorvolle Posts wie dieser hier sehr gut an. Damit kannst du z.B. auch Multiplikatoren erreichen, die nicht unbedingt etwas mit deinem Geschäftsfeld zu tun haben.

Einen Social Media Beitrag so zu gestalten, dass der Nutzer sich mit dem Produkt auseinandersetzt und „trotzdem“ Spaß an dem Beitrag hat, ist das ultimative Ziel. Dass das mit etwas Kreativität auch als Großmaschinen-Hersteller machbar ist, zeigt John Deere mit diesem Tweet.

Persönlicher Kundenkontakt auf Facebook

Sind hier die Kunden eurer Kunden? Dann sind die auch nicht weit! Außerdem ist Facebook die größste Social Media Plattform. Facebook-Gruppen gewinnen außerdem extrem an Bedeutung und können sehr wertvoll für den Kontakt zum Kunden werden – könnte man hier eine Plattform zum Austausch über eure Produkte schaffen?

Präsentationen auf Slideshare hochladen

Die weniger bekannte Plattform Slideshare gibt die Möglichkeit Präsentationen mit der ganzen Welt zu teilen. Für B2B Marketing hat sie sich als sehr wertvoll erwiesen: Sie hat viele Besucher, relativ wenig Konkurrenz und eine sehr fokussierte Zielgruppe. Hier geht es wirklich um fachliche Inhalte, damit könnt ihr doch sicher überzeugen, oder?

Wenn ihr euch nicht sicher seid, welche Kanäle die richtigen für euch sind, schaut euch an, wo sich die Konkurrenz und branchenspezifische Firmen online rumtreiben. Wer hat schon erfolgreich eine Community aufgebaut? Wie haben sie das geschafft? Außerdem können Social Media Listening Tools eingesetzt werden, um herauszufinden, wo sich eure Branche zusammenfindet und relevante Themen besprochen werden.

Bedenkt außerdem, dass Leads nicht alles sind. Ebenso wichtig ist es, eure Marke bekannt zu machen und Awareness zu schaffen. Wer eure Marke kennt, euch sympathisch findet und weiß, was genau euer Geschäftsfeld ist, wird sich an euch erinnern.

2. Stolperstein: Ohne Strategie und ohne Ziel zu kommunizieren

Jetzt geht es nicht mehr um das Wo, sondern um das Wie. Eine Social Media Strategie ist für B2B-Unternehmen unerlässlich. Dabei solltet ihr im Fokus haben wer genau ein potenzieller Kunde ist und in welchen Situationen er euch braucht. Das mag in manchen Branchen eine einfache Frage sein – in den meisten Fällen bedarf es aber einer intensiven Auseinandersetzung mit verschiedenen Faktoren, um wirklich herauszufinden wer angesprochen werden soll und was diese Gruppen genau von euch erwarten. Neben weiteren Möglichkeiten zur Evaluierung kann zum Beispiel die Erarbeitung von Personas helfen.

3. Stolperstein: Langweiliger Content

Ihr habt ein langweiliges Geschäftsfeld? Sowas gibt es nicht! Über jede Branche gibt es spannende Fakten zu erzählen, interessante Maschinen und Vorgänge zu zeigen und einen Zugang zu schaffen. Das musst du aber auch dementsprechend kommunizieren und zeigen welches Potenzial euer Geschäftsbereich birgt.

Das Problem ist: Das Niemand will sich länger als nötig mit langweiligen, gesichtslosen Unternehmen beschäftigen. Online schon mal gar nicht, wo es doch so viel spannende Ablenkung gibt. Nur weil ein Geschäftsfeld etwas abstrakter ist, heißt das nicht, dass sich niemand dafür interessiert. Unter den 3,8 Milliarden aktiven Social-Media-NutzerInnen findest du die, die genau so für eure Themen brennen, wie ihr selbst. Nutze soziale Netzwerke deshalb dazu, deiner Marke ein menschliches und sympathisches Gesicht zu geben. Dafür sind sie da.

Auch B2B- Unternehmen können zur Lovebrand werden, wie beispielsweise der Autoteile-Hersteller SACHS.

https://www.facebook.com/SACHS.de/photos/a.118997748748094/639678383346692/?type=3

Der Automobilsektor ist für Werbende ein dankbares Themengebiet. SACHS schafft es aber regelmäßig die weniger ansprechenden Autoteile so in Beiträge zu verpacken, dass sie dem Nutzer ein Schmunzeln abringen und im Gedächtnis bleiben. Wer weiß, dass hier eine Kupplungsscheibe abgebildet ist, wird an dieses Bild denken, wenn er eine braucht. Und wer es nicht weiß, wird bei jedem Autoteil hieran denken (zumindest geht es mir so). Klasse! 

4. Stolperstein: Unpersönlicher, generischer Content

Es gibt absolut keinen Grund sich hinter floskelhaften Botschaften und generischen Inhalten zu verstecken.Die Angst davor, zu ausgefallen oder flapsig zu wirken, hält viele B2B-Marketer*Innen davon ab überzeugenden Content zu produzieren. Dabei ist es essentiell auf Social Media Gesicht zu zeigen. Es geht um Emotionen, Nahbarkeit und lebendigen Content – Aspekte, die im B2B-Bereich häufig zu kurz kommen und deshalb dafür sorgen, dass am Nutzer vorbeikommuniziert wird. Die Chance auf kreativen, unterhaltenden und einzigartigen Content wird damit im Keim erstickt und eure Marke versinkt in der Bedeutungslosigkeit. Natürlich sollte man als B2B alles in allem seriös bleiben, doch Menschlichkeit und eine Prise Humor spielt auch in geschäftlichen Meetings eine entscheidende Rolle, oder?

https://www.instagram.com/p/CFgUF8VFLZ1/

Die Zimmerei Zep aus Bielefeld macht hier schon einiges richtig: Wir sehen hochwertige Bilder von realen Personen in ihrem Arbeitsalltag. In der Copy wird Azubis eingeräumt, dass sie eigene Erfahrungen und auch mal Fehler machen dürfen. Persönlich, greifbar und sympathisch! 

Hier einige Tipps, wie ihr nahbar und ansprechend kommunizieren könnt:

  • Ihr seid eine Einheit!
    Nutze Wörter wie „wir“ und „unser“, wenn du über dein Unternehmen sprichst. Ihr seid ein Team und stolz, auf das, was ihr tut.
  • Sprich mit deiner Community!
    Social Media gibt die Chance nahbar zu sein und mit dem einzelnen zu sprechen. Außerdem kannst du Beiträge von relevanten Nutzer*Innen und Firmen kommentieren und damit zum einen in Kontakt kommen und zum anderen die Sichtbarkeit in deiner Zielgruppe erhöhen.
  • Humor!
    Soziale Netzwerke sind für das Menschliche, nicht für das Geschäftliche gemacht. Hier geht es um den Austausch und um Unterhaltung. Also verpacke ruhig ein paar Witze in deinen Texten, sei locker und zugänglich! Schau natürlich, dass du nicht über die Stränge schlägst.
  • Für Werte einstehen und diese vermitteln
    Ihr seht die Notwendigkeit einer nachhaltigen Wirtschaftsweise in eurer Branche? Ihr leistet einen sozialen oder ökologischen Beitrag? Diversität ist bei euch schon lange normal? Kommuniziere das! Zeige wer ihr seid und für was ihr einsteht.
  • Zum Teilen animieren
    Hier geht es darum den Content so zu gestalten, dass Mitarbeiter ihn auf den Netzwerken teilen. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand einen Post liest, ist 16-mal höher, wenn er von einem Freund geteilt wurde. Und: Wir sehen ein (uns bekanntes) Gesicht zu der Marke, das gibt Persönlichkeit und Vertrauen.

5. Stolperstein: Chancen verstreichen lassen

Der schlimmste Fehler, den ihr machen könnt, ist nichts zu machen (wie so oft im Leben). Probiert zumindest die Möglichkeiten zu nutzen, die weniger kosten- und zeitintensiv sind. Daraus ergeben sich häufig

Hat euch dieser kurze Einblick zum Nachdenken angeregt? Wenn du weitere Fragen zum Thema B2B auf Social Media habt oder dir einen erfahrenen Partner an die Seite wünschst, kontaktiere uns hier.

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