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11.11.2020 . Design & Development . Jan Kiesewalter

Technology Radar: So bleiben wir Innovationen und Trends auf der Spur

Am Puls der Zeit zu bleiben ist nicht so leicht … und geht in der täglichen Arbeit oft unter. Wir nehmen uns einmal pro Quartal die Zeit, innovative Technologien in Ruhe auszuprobieren und für den Praxiseinsatz zu bewerten.

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Der Begriff „Technology Radar“ (oder „Tech Radar“) stammt nicht von uns selbst. Unternehmen wie ThoughtWorks und Zalando veröffentlichen in regelmäßigen Abständen ihre Einschätzungen zu Innovationen und deren Reifegrad. Dazu gehören Technologien, Plattformen, Werkzeuge und Programmiersprachen, die in Zukunft interessant werden könnten.

Inspiriert von diesem Ansatz haben wir vor einigen Jahren begonnen, auf ähnliche Weise regelmäßig neue Technologien auszuprobieren und für mögliche Projekte zu evaluieren. So entstand das 247GRAD Technology Radar.

Warum ein Technology Radar?

In unserem Team haben wir vor allem eins gemeinsam: Wir verfolgen Trends und Innovationen aus persönlichem Interesse, und das oft auch in unserer Freizeit. So haben wir immer spontane Einfälle, die wir gerne ausprobieren würden. Aber in der alltäglichen Arbeit fehlt dafür leider oft die Zeit.

Mit dem Technology Radar räumen wir uns selbst alle drei Monate die Zeit ein, genau diesen Dingen nachzugehen. Wir blocken uns einen oder mehrere Tage im Kalender und arbeiten gemeinsam an dem, was uns Spaß macht. Auf diese Weise können wir experimentieren und herausfinden, ob eine neue Technologie auch für Projekte infrage käme – und welche Anwendungsfälle es geben könnte. Das bringt uns voran und eröffnet neue Sichtweisen, statt im Status quo stehenzubleiben.

Wie organisieren wir das Technology Radar?

Einmal pro Quartal treffen wir uns zu einem kurzen Kick-off-Termin. Jedes Teammitglied sammelt die eigenen Ideen und wir besprechen diese offen in der Runde. Dabei schauen wir auch in die veröffentlichten Einschätzungen anderer Unternehmen, um weitere Ideen zu sammeln.

Wenn wir uns auf ein Thema geeinigt haben, schauen wir in den Kalender und legen einen oder mehrere Tage fest, an denen wir uns nur dem Technology Radar widmen. Dabei organisieren wir uns ganz flexibel: Mal arbeiten wir alle am selben Projekt, mal spezialisieren sich kleinere Teams auf ein Thema.

Ablauf unseres Technology Radar

So läuft unser Technology Radar ab

Am Ende setzen wir uns nochmal zu einem Review zusammen und besprechen die Learnings. Was fanden wir gut, was ist nicht optimal gelaufen? Und, ganz wichtig: Lohnt es sich, diese Technologie in Zukunft weiter zu verfolgen?

Was schauen wir uns im Technology Radar an?

Die Spanne an Themen ist ziemlich breit. Schon oft haben wir uns z.B. neue Content-Management-Systeme angeschaut, JavaScript- und CSS-Frameworks getestet oder spezielle Software ausprobiert. Auch mit ganz neuen Ansätze wie Augmented Reality im Smartphone-Browser haben wir dabei schon experimentiert.

Sofern möglich, versuchen wir, direkt einen Praxisbezug herzustellen. Oft suchen wir uns beispielsweise überschaubare Anwendungsfälle im agenturinternen Kontext, an denen wir die neue Technologie realitätsnah ausprobieren können.

Lohnt sich der Zeitaufwand?

Ganz klar: Ja! In der tagtäglichen Arbeit ist es schwierig, zwischen den Projekten die Zeit und Muße zu finden, einfach mal Dinge auszuprobieren. Jeder von uns beschäftigt sich zwar aus persönlichem Interesse auch in der Freizeit hin und wieder mit neuen Technologien – aber Learnings nachhaltig in die Agenturarbeit zu übernehmen, ist schwieriger.

Durch das Technology Radar geben wir uns selbst die Möglichkeit, ganz unabhängig von Projekten einfach mal „rumzuspinnen“ und frei zu experimentieren. Oft kommen gerade in diesem Kontext die besten Ideen auf, die sich dann auch wieder für zukünftige Projekte nutzen lassen. So können wir mit neuen Vorschlägen auf euch zugehen und entwickeln uns stetig weiter.

Natürlich geht das auch umgekehrt: Wenn ihr eine coole, innovative Projektidee habt, sprecht uns einfach an! Wir tauschen unsere Erfahrungen gerne aus und testen neue Technologien intern, um sie für euch einschätzen zu können.

Kommentare

Carl Corea . 12.11.2020 . 09:59

Hallo Jan, Hi 247,
danke für den spannenden Einblick! Neben Techradars arbeiten manche Firmen auch mit sog. „Maturity Models“. Das sind im Prinzip eigene Klassifikationen von Tools in verschiedene Qualitätskategorien, basierend auf unterstützten Features. Ein Beispiel ist z.B. das Chatbot-Maturity Model von Capgemini [1]. Die Jungs haben sich da überlegt was für Features es bei dieser Technologie geben kann/welche denen wichtig sind, und dann Chatbots in 3 Level unterteilt. Das ist z.B. extrem nützlich um dann verschiedene Tools auch objektiver Vergleichen zu können (basierend auf den unterstützten Features).
Meine Frage ist: Arbeitet ihr beim „ausprobieren“ auch mit solchen Checklisten/bzw. erarbeitet ihr langfristig solche Checklisten um Tools objektiver evaluieren zu können? Würde mich sehr interessieren ob/wie ihr wichtige Features festlegt, und ob sowas wie Maturity Models für euch interessant sind.
Viele Grüße,
Carl

[1] https://www.capgemini.com/2017/04/how-can-chatbots-meet-expectations-introducing-the-bot-maturity/

Antwort von Jan Kiesewalter . 12.11.2020 . 10:19

Hey Carl,

intern arbeiten wir mit keinem eigenen Modell – das würde für uns zu viel Zeit beanspruchen. Wir lassen selten mehrere ähnliche Technologien gegeneinander antreten. Im Regelfall experimentieren wir dagegen mit einem Ansatz, der vielversprechend zu sein scheint, und prüfen, ob wir uns den zunutze machen können. Maturity Models sind für uns dabei aber eine wichtige Informationsquelle: Wenn wir Themen für unser Technology Radar aussuchen, orientieren wir uns häufig an solchen Einschätzungen. In der Vergangenheit haben wir da unter anderem bei ThoughtWorks und Zalando reingeschaut, um Inspirationen zu sammeln.

Viele Grüße
Jan

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