07. April 2015

Wie du in 5 Schritten dein Content Marketing professionalisierst

Lari Syrota Author: Lari Syrota Kategorie: CONNECT, Social Media

„Once you kill a cow – you got to make a burger“ – eine Kuh macht noch keinen Burger und ein Blog noch kein Content Marketing. Für ein knackiges und saftiges Erlebnis brauchst du die richtigen Zutaten und vor allem die richtige Würze, wenn du nicht als 1-Euro-Fast-Food enden willst.

Es reicht eben nicht aus, bloß hier und da einen Blogeintrag zu schreiben oder eine neue Infografik zu veröffentlichen. Wer nachhaltig erfolgreich sein will, braucht eine klare Content-Strategie mit geeigneten Themen und aufeinander abgestimmten Maßnahmen, innerhalb der sozialen Medien und darüber hinaus.

Warum du einen Contentplan brauchst

Das richtige Rezept ist entscheidend. Diese Funktion nimmt ein Contentplan ein, der für das Team festhält, was wann getan und veröffentlicht werden muss. Es stellt sich als hilfreich heraus, besagten Contentplan digital in einer dafür geeigneten Software abzubilden, die es ermöglicht, direkt Aufgaben zuzuweisen und einen Überblick in Form eines Kalenders bietet. Entscheidend ist, dass alles an einem zentralen Ort gespeichert wird und man nicht erst in verschiedene Kalender, Excel-Tabellen und „Scheduled Posts“-Listen schauen muss.

Auch 247GRAD CONNECT bietet die Möglichkeit, Inhalte und Kampagnen strategisch zu planen. Das Herzstück dieser Funktionalität bildet der neue Content Calendar. Ob Pressemitteilung, YouTube-Video, SlideShare-Präsentation oder etwas ganz anderes – in unserer Social-Media-Management-Software laufen alle Aktivitäten zusammen. Wie das in der Praxis aussehen könnte, siehst du in diesem Beispiel.

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In 5 Schritten zum Contentplan

Der Nutzen eines Contentplans liegt auf der Hand. Doch wie geht man am besten vor, um ihn im eigenen Unternehmen zu implementieren? Wir erzählen euch mal, wie wir bei 247GRAD vorgegangen sind. Moment noch! Bevor du dich an einen Kalender wagst, solltest du zuerst in Ruhe eine Content-Strategie entwickeln. Dazu gehört zum einen die Frage, welche Zielgruppen du erreichen möchtest und welche Themengebiete dafür am geeignetsten sind. Außerdem solltest du einen Blick auf mögliche Maßnahmen werfen und diese mit deinen Ressourcen und Budgets abgleichen.

Was wir eigentlich sagen möchten: Zunächst solltest du wissen, wen du mit welchen Inhalten über welche Kanäle erreichen möchtest. Auch Ziele und erfolgsrelevante Kennzahlen sollten im Vorfeld definiert sein. Ist das vom Tisch, wird es Zeit, loszulegen!

1. Zeitplan

Im ersten Schritt gilt es, für die Kommunikation relevante Zeitpunkte zu definieren. Das können Gedenk- und Aktionstage sein oder auch unternehmensinterne Ereignisse wie zum Beispiel Produkteinführungen oder Messen. Der Schlüssel zum Erfolg: Verschiedene Unternehmensbereiche sollten involviert sein, um einen ganzheitlich gültigen Kalender zu definieren. Beziehe andere Abteilungen mit ein!

2. Themen

Nun gilt es, passende Themen und Schwerpunkte einzusortieren. Vor allem dann, wenn dein Unternehmen in verschiedenen Branchen aktiv ist, empfiehlt es sich, nicht wild von einem Thema zum nächsten zu springen, sondern in der Kommunikation einem roten Faden zu folgen. Auf der anderen Seite kann es von Vorteil sein, darauf zu achten, dass keine Ungleichgewichte entstehen, sondern alle Unternehmensbereiche gleichmäßig abgedeckt werden. Das kommt ganz drauf an! In jedem Fall solltest du die ausgespielten Themen nicht dem Zufall überlassen.

Ein Tipp noch: Arbeite nicht zu engmaschig, sondern lass deinem Contentplan Raum zum Atmen. Hier und da kommen immer spontane Geschehnisse und Einfälle, das ist ganz normal.

3. Aufgaben

Damit das Ganze nicht nur in der Theorie Eindruck schindet, sondern auch in der Praxis funktioniert, ist Teamwork gefragt. Das heißt: Du solltest allen, die mit im Boot sitzen, klare Aufgaben und Deadlines zuweisen und deren Erledigung kontrollieren. Besonders heikel wird es, wenn bestimmte Aufgaben aufeinander aufbauen, zum Beispiel Tweets auf einer Pressemitteilung basieren. Auch für die Freigabe der Inhalte solltest du immer genügend Zeit einplanen. Überhaupt können 1-2 Tage Vorlaufzeit nicht schaden.

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Aufgaben sollten kollaborativ in Angriff genommen werden. Bei Blogeintragen hat es sich zum Beispiel bewährt, dass ein Nutzer das Thema und ein paar Stichworte vorgibt, jemand anders das Ganze ausformuliert und eine dritte Person schlussendlich für den Feinschliff sorgt. Probier’s aus!

4. Veröffentlichung

Erledigte Aufgaben, wohin das Auge blickt? Der Tag der Wahrheit rückt näher! Glücklicherweise kannst du das Veröffentlichen weitestgehend automatisieren, indem du die Postings direkt für bestimmte Uhrzeiten vorbereitest. Stattdessen kannst du deine frei gewordene Zeit nutzen, um tagesaktuell deine Reichweite zu steigern. Bring deine Inhalte in dazu passende Social-Media-Diskussionen ein oder schreibe potentielle Influencer an – es gibt viele verschiedene Wege, deinen Content an den Mann zu bringen. Vergiss nicht, auch intern die Werbetrommel zu rühren, denn die eigenen Mitarbeiter sind oft das beste Sprachrohr.

Und jetzt? Geschafft, du betreibst Content Marketing! Nein, stopp, wir haben etwas Essentielles vergessen:

5. Controlling

Miss den Erfolg jeder Maßnahme. Welche Themen kommen besonders gut an? Über welchen Kanal hast du die meisten Hits generiert? Und, falls zutreffend, womit war die Conversion Rate am höchsten? Hier solltest du keinesfalls zu übereiligen Schlüssen neigen. Erst bei einer ausreichend großen Menge miteinander vergleichbarer Daten sind sinnvolle Analysen möglich.

Aus diesem Grund solltest du mit verschiedenen Hypothesen experimentieren. Du kannst zum Beispiel Tweets zu verschiedenen Uhrzeiten planen oder den Text des Tweets variieren, um zu sehen, was am besten ankommt. Gerade im Web hast du viele Möglichkeiten. Was passiert zum Beispiel, wenn wir hier mitten im Text einen großen Twitter-Share-Button platzieren? Drück bitte drauf und teile diesen Beitrag! In einer Woche wissen wir dann, ob’s funktioniert hat.


Jeder Inhalt zählt

Es zahlt sich aus, alle Aktivitäten in einem Contentkalender zusammenzufassen. Wenn du am Ball bleibst, erleichterst du damit deinem Team die Arbeit und sparst Zeit. Darüber hinaus kannst du durch systematisches Vorgehen das meiste aus deinen Inhalten herausholen.

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