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05.02.2013 . Social Media Marketing . Lars Ofterdinger

Warum in jedem Kunden ein Influencer steckt

Es ist ein Stichwort das jeden Social Media Marketer aufhorchen lässt. Eine abstrakte Person, die - so scheint es - das Unternehmensgeschick in der Hand hat und der Schlüssel zum heiliger Gral ist. Der Influencer. Der Influencer stellt die Inkarnation der Reichweite für einen Marketer dar. Hat man erst ihn erreicht und überzeugt folgen ihm Massen an Nutzergruppen nach. So zumindest die Theorie. Die Herausforderung dabei: Das Identifizieren von potenziellen Influencern.

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Es ist ein Stichwort das jeden Social Media Marketer aufhorchen lässt. Eine abstrakte Person, die – so scheint es – das Unternehmensgeschick in der Hand hat und der Schlüssel zum heiliger Gral ist. Der Influencer.

Der Influencer stellt die Inkarnation der Reichweite für einen Marketer dar. Hat man erst ihn erreicht und überzeugt folgen ihm Massen an Nutzergruppen nach. So zumindest die Theorie.

Die Herausforderung dabei: Das Identifizieren von potenziellen Influencern.

Meist sind Influencer schnell ausgewählt. Die einschlägigen Blogger und (Web-)Journalisten verfügen über das erwünschte Netzwerk und das erforderliche Medium um eine Nachricht über ein tolles Produkt oder eine hervorragende Dienstleistung einer breiten Masse mitzuteilen. Dabei können vor allem Blogger auf persönlicher Ebene überzeugen. Ein Blogger, dem man schon Jahre wegen seiner Meinung über dieses und jenes folgt, ist halt auch bei neuen Produkten vertrauenswürdig!

Aber ist es richtig, Influencer nur unter diesen Publizisten zu suchen? Tiffany Hopkins hat auf Likeable.com einige Beispiele aufgezeigt, die auf eindrucksvolle Art zeigen, wie Privatpersonen über Kanäle großer Firmen zu beachtlicher Aufmerksam gelangt sind. Alles nur mit Unterstützung der viralen Effekte auf sozialen Netzwerken.

1. Der Australier Matt Corby veröffentlichte ein Foto auf der Subway Facebook Page, welcher bewies, dass das „Footlong“ Sandwich der Fastfood Kette keinesfalls 1 Fuß lang ist (kurz nachgegoogelt: 1 Fuß = 12 Zoll = 30,48 cm). Der Kunde wurde tatsächlich um ein ganzes Zoll betrogen! Egal ob der „Skandal“ jetzt etwas an #Blumenkübel-Zeiten erinnert oder nicht: Mit seinem Post erreichte Corby 100.000 Facebook Likes, ein Cover Foto auf der New York Post und ein Gerichtsverfahren gegen Subway.

2. Im Oktober letzten Jahres erregte der Kalifornier John Cardinal auf der Facebook Page des Coca-Cola Konzerns einige Aufmerksamkeit. Cardinal forderte vom Konzern, dass dieser pinke Dosen herstellen und 30 % seines Gewinns der Brustkrebs-Forschung spenden solle, wenn sein Post mehr aus 2 Millionen Likes erhält. Es klappte! Cardinals Post erreichte weit über 2 Millionen Likes und Coca Cola sah sich zu einer Stellungnahme gezwungen. In dieser wurde allerdings lediglich darauf hingewiesen, dass man zur Zeit nicht die Kapazitäten dafür hätte, der Anfrage nachzukommen. Nichtsdestotrotz: 2 Millionen Likes? Da wird auch der Edgerank sagen: Nicht schlecht!

3. Ein Post zum Dahinschmelzen: In einem Eintrag auf der Facebook Page von Panera, erzählt Brandon Cook die Geschichte, wie sich seine totkranke Großmutter eine Suppe des Unternehmens wünschte, weil die Suppen des Krankenhauses wohl sehr „awful“ wären. Das Problem: Diese bestimmte Suppe stand an diesem Tag nicht auf der Karte. Nichtsdestotrotz war die dortige Store Managerin so entgegenkommend, trotzdem die geliebte Suppe zu machen und auch noch eine Schachtel Kekse drauf zu legen. Eine tolle Geschichte, die mit knapp 1 Millionen Likes und mehreren zehntausend Kommentaren honoriert wurde.

 

Die Beispiele zeigen sehr gut, dass populäre Unternehmenspräsenzen in sozialen Netzwerken ein fehlendes Netzwerk von einzelnen Personen kompensieren können. Mit anderen Worten: Jeder Kunde ist ein potenzieller Influencer! Dementsprechend sollte auch die Marketing-Ausrichtung des Unternehmens nicht nur auf das Zufriedenstellen von einzelnen Influencern ausgelegt sein, sondern vielmehr auf ein ganzheitliches Konzept der Kundenkommunikation über soziale Medien (Um mal mit ein paar Stichworten um mich zu werfen: „Social Customer Service“ / „Social Media Controlling“ … hören sich ja immer ziemlich gut an). Denn denkt daran: Genau so wie eine gute Geschichte 1 Millionen Likes auf eurer Facebook Page bekommen kann, kann ein unzufriedener Kunde das zuständige Gericht vor eurer Tür stehen lassen (naja ok … vielleicht etwas zugespitzt formuliert).

Autor

Lars Ofterdinger

Lars Ofterdinger
Head of Marketing

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