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06.05.2014 . Social Media Marketing . Lars Ofterdinger

Virale Headlines – Stumpf bleibt (leider) Trumpf

OMG, in diesem Artikel steht alles, was ich JEMALS über virale Headlines wissen wollte!!!

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OMG, in diesem Artikel steht alles, was ich JEMALS über virale Headlines wissen wollte!!!

So, oder so ähnlich war eigentlich mein erster Gedanke für den Titel dieses Posts. Umgangssprachlich, theatralisch und übertrieben, also so, wie die perfekte Headline aussehen sollte … oder?

Das könnte man zumindest glauben, wenn man dem Stil vertraut, der vor allem von den, ich nenne sie jetzt mal „Viralblogs“ durchgezogen wird. Mit Viralblogs bezeichne ich Seiten, die in hoher Frequenz Inhalte teilen und mit diesen versuchen, die viralen Effekte sozialer Netze für ihren Traffic bestmöglich zu nutzen. Dabei die Faustregel: süße Tiere, halbnackte Frauen oder rührende Szenen aller Art (oder eine Kombination aus diesen dreien) funktionieren da ganz großartig.

Die Herausforderung dabei ist nur: Wie bringt man die Emotionalität des Inhalts in der Verlinkung in einem sozialen Netzwerk unter und das am besten noch mit einer optimalen Konversionsrate? Okay, man könnte einfach das entsprechend Video oder Bild direkt auf Facebook & Co. posten, aber dann geht ja der schöne Traffic und das damit verbundene Geld auf der eigenen Website flöten. Also benutzt man einfach das, was bei einem verlinkten Post in einem sozialen Netzwerk neben dem Artikelbild am meisten Aufmerksamkeit bekommt: Die Headline!

Stumpf ist Trumpf … und viral!

Wie einfach eine Headline in sozialen Medien funktioniert zeigt unter anderem Viralblog-Speerspitze viralnova.com. Zum Spaß kurz die Definition einer Überschrift nach Wikipedia:

Eine Überschrift ist im Allgemeinen die möglichst kurze, prägnante Bezeichnung für ein Werk oder einen Abschnitt

Dazu im Vergleich eine beliebig ausgewählte Überschrift aus dem Repertoir von viralnova.com:

Warning: Once You See These 21 Pictures, You Can Never, Ever Un-See Them. OMG.

Mit diesen, rein auf Sensationsgeilheit ausgelegten Titeln wird das Thema der viralen Headlines auf ein neues Level gehoben. Waren es vorher noch Toplisten-Headlines nach dem genau so beliebten wie verhassten Schema „15 Gründe warum XY das beste ist, was es gibt. #9 wird euch wirklich überraschen!“, wird der thematische Bezug nun fast gänzlich aus dem Titel des Artikels entfernt. Alles wird auf eine Karte gesetzt: Der Verbreitung des Artikels in sozialen Netzwerken, und die Erfolge sprechen für sich. Scott DeLong hat Viralnova mit diesem System zu einem riesigen Hype verholfen. Der deutsche Klon heftig.co legt gerade einen nicht weniger spektakuläres Fanwachstum im gleichen Stil nach. Ein Erfolg, der natürlich aufhorchen lässt und zur Nachahmung einlädt, aber da gibt es natürlich einiges zu bedenken.

Mehr Sensation – Weniger Google!

Rein auf Sensation ausgelegte Headlines haben allerdings natürlich auch Nachteile. Zum einen die Glaubwürdigkeit. Einen seriösen Artikel mit einem Titel à la „Wow, diese Fakten sind wirklich super recherchiert und werden dich vom Hocker reißen!“ zu eröffnen, lässt wohl die Glaubwürdigkeit genau so dahinschmelzen wie, und damit komme ich zu Punkt 2, die Aufmerksamkeit von Google. Der Titel eines Posts ist eine wichtige Information für Suchmaschinen. Ist dieser nicht themenrelevant gestaltet, kann bei Suchanfragen die etwaige Relevanz nur erschwert festgestellt werden.

Was lernen wir daraus für seriöses Social Media Marketing?

Unterm Strich sieht es jetzt natürlich so aus, als ob einem diese Welt der sensationsgeifernden Headlines verschlossen bleibt, wenn man ein seriöses Image wahren will. So schön ein wahnsinnig gehypeter Artikel in sozialen Medien auch wäre, würde ein so betitelter Fachartikel definitiv mehr Spott als Respekt ernten. Nichtsdestotrotz zeigt dieses Phänomen mal wieder gut, wie sozialen Medien funktionieren und das ist allemal interessant von jede Art von Social Media Marketing. Der persönliche Bezug steht im Vordergrund! Das muss nicht bedeuten reißerische Headlines zu schreiben und semi-intellektuelle Abkürzungen wie „OMG“ zu verwenden. Es kann auch einfach ein persönlicher Schreibstil im Content Marketing oder eine „nutzernahe Art“ im Community Management sein, die das gewisse Quäntchen an Sensation mitbringt um deine Informationen viral gehen zu lassen. Und seriöser ist es ohnehin allemal!

Was hältst du davon?

Die Gestaltung von Überschriften ist wichtig. Sehr wichtig sogar! Daher finden wir dieses Thema viral optimierter Headlines auch so interessant und würden auch gern eure Meinung zu dem Thema hören. Was haltet ihr von dem neuen Trend, dass der Inhalt eines Titels mehr in den Hintergrund rückt? Sinnvolle Veränderung im Zuge viraler Verbreitung oder redaktioneller Fauxpas?

Autor

Lars Ofterdinger

Lars Ofterdinger
Head of Marketing

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