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16.05.2014 . Social Media Marketing . 247GRAD Team

Swarm – Funktionssplit oder gutes Kalkül?

Die Neue App ermöglicht automatisches Einchecken an deinen Standorten

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Seit gestern Abend kann man nun die Swarm-App für iOS und Android laden. Swarm ist eine angekündigte Auskoppelung des bisherigen Location Based Services FourSquare. Das Unternehmen möchte somit zwei pauschale Nutzungsverhalten trennen: Leute, die ständig einchecken und Freunde treffen (Swarm), und Menschen, die nach Lokalitäten Ausschau halten oder selbige um eine Bewertung oder einen Ratschlag bereichern (nun FourSquare).

Die Änderung bringt einige Überraschungen mit sich, wie z.B. der Wegfall der Rangliste, die Änderung der Mayorships und den Auto-Checkin. Aber eines nach dem anderen. Die Aufsplittung in 2 Applikationen ist zwar überraschend, aber durchaus nachvollziehbar. Das Argument des Nutzungsverhalten wird man im Hause FourSquare sicher besser beurteilen können, aber irgendwann kommt man auch in die Bedrängnis des User Interfaces. Facebook macht es z.B. mit dem Messenger vor, wie will man eine komplett andere Struktur noch in die normale App quetschen? Mit dem Wachstum der Dienste wächst oft die Funktionalität, irgendwann ist der Punkt erreicht, da bietet das Konzept keinen Platz für neue Buttons.

Nun kann man besser sehen, wer gerade in der Nähe ist

Nun kann man besser sehen, wer gerade in der Nähe ist

Einfacherer Einstieg

Swarm ist nun ein abgestecktes „altes“ FourSquare. Die Rankings sind gestrichen worden, womit für viele der Gamingfaction-Faktor verloren gehen. Es war vorher schon schwer zu erklären, wieso man FourSquare überhaupt nutzt – die Rangliste war ein leicht verdaulicher Vorwand.

Ich denke, der Einstieg in Swarm könnte einfacher werden. Es ist plausibel, dass ich mit meinen „Freunden“ meinen ungefähren Aufenthaltsorts teile und es wäre praktisch, wenn wir uns spontan treffen können. Das Ganze wird auch gleich durch die Möglichkeit der direkten Kontaktaufnahme via Facebook-Chat, SMS oder Anruf noch einfacher (sofern die Kontaktdaten der Swarm-Freunde entsprechend hinterlegt sind). Dies ist wahrlich nicht neu, aber neu ist auch kein Erfolgsgarant. Es ist eine Frage der Verpackung, die nun meiner Meinung nach verständlicher wird.

Für die Internetgemeinde gibt es auch Einhörner mit Regenbögen, um seinen Status zu kategorisieren

Für die Internetgemeinde gibt es auch Einhörner mit Regenbögen, um seinen Status zu kategorisieren

Viele Bürgermeister

Im gleichen Zug weicht nun das Mayorship auf: Bürgermeister werden im Freundeskreis verteilt und sind nicht mehr vom Ort abhängig. Das heißt, es wird in Zukunft mehrere Bürgermeister für einen Ort geben – allerdings eben nur einen in meinem Freundeskreis. Poweruser von FourSquare werden dies vielleicht nicht begrüßen, denn prominente Spots wurden sich über Monate hart erkämpft. Für die große Masse bedeutet dies jedoch, dass ich irgendwo die Bürgermeisterkrone bekomme ohne mit dem Personal (das zufällig auch FourSquare nutzt) im Wettstreit zu sein. Ich sehe hier durchaus Chancen für den Dienst neue Nutzer zu generieren, weil Nutzer mit geringem Nutzungsverhalten Spaß am Erklimmen eines Mayorships haben könnten.

Umgehen oder generieren von Gewohnheiten

Swarm bringt noch eine Neuerung mit sich, die mich aufhorchen lässt. Es ist die Funktion: Umgebungsteilen. Das Umgebungsteilen ist nichts anderes als eine Art Auto-Checkin. Man mag jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, weil man ständig seinen Standort freigibt. Die Option lässt sich ausschalten. Mit dem Autocheckin umgehe ich den Gewohnheitszwang des Nutzers. Es ist ein langer Weg, einen Nutzer dazu zu bekommen, das er bei jeder Gelegenheit sein Smartphone zückt um an einem expliziten Ort einzuchecken. Ich sehe auch die Datensammelerei hier nicht primär. Durch den automatischen Checkin, oder besser die Lokalisierung in einer Umgebung, erhält FourSquare das Netzwerk am Leben, um gleichzeitig wieder Push-Nachrichten an die Freunde zu versenden. Ein guter Zyklus, um sich selbst am Leben zu erhalten.

Fazit

Die Aufteilung der App ist sicher ein ungewohnter Schritt. Derzeit läuft die App auch noch nicht so richtig rund, was sicher nur eine Frage der Zeit sein wird. Es ist ausreichend Gesprächsstoff vorhanden, um neue Nutzer zu akquirieren und vielleicht auch somit langfristig zu wachsen. Es sind noch viele Frage offen, wie Dinge in der Praxis dann letztlich funktionieren werden, welche Gamifaction-Ansätze folgen und wie man die Community weiterhin am Leben hält.

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247GRAD Team

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Dieser Blogeintrag stammt von einem anonymen 247GRAD-Mitarbeiter

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