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08.12.2015 . Social Media Marketing . Patrick Möller

So wertest du deine Content-Marketing-Arbeit aus

Wie man seinen Erfolg misst, welche Tools helfen und welche Erkenntnisse man aus der Analyse gewinnen kann

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Der Hass auf Mathe begann mit dem Tag, an dem Buchstaben ins Spiel kamen. Die Suche nach dem x nahm schnell Ausmaße an, die wir sonst nur von der Suche nach dem Monster von Loch Ness kennen – das Ergebnis in beiden Fällen: Resignation. Widmen wir uns im Folgenden deshalb lieber wieder dem, was uns eigentlich liegt: Zahlen. Bis zur 7. Klasse war Mathe schließlich unser Freund. Erinnern wir uns daran.

Die Auswertung von Content-Marketing-Aktivitäten wird oft bloß als überflüssig angesehen, als Tätigkeit für den sagenumwobenen Zeitraum, in dem man mal Zeit hat; die Existenz dieses Zeitraums ist bis heute jedoch nicht eindeutig bewiesen und so fällt die Arbeit mit den KPIs am Ende oft mau aus.

Warum die Auswertung wichtig ist

Das ist nicht nur schade, sondern vor allem schädlich fürs eigene Content Marketing. So kannst du natürlich im Vorfeld Vermutungen aufstellen und über die Sinnhaftigkeit unterschiedlicher Themen und Formate philosophieren. Damit fehlt dir aber die faktische Grundlage, auf der deine Arbeit fußen sollte. Analytics-Tools können dir klar aufzeigen, worin du deine Mühe investieren solltest und wie du die Ziele deiner Content-Marketing-Arbeit am besten erreichen kannst.

Bevor du dir jedoch wahllos große und kleine Zahlen, bunte und triste Charts oder steile und flache Graphen anzeigen lässt, solltest du dir erst einmal Gedanken darüber machen, welche Werte für dich überhaupt relevant sind, um zu wissen, ob du deinen Zielen damit näher kommst. Im Folgenden stellen wir dir die sogenannten Key Performance Indicators, oder KPIs, oder Leistungskennzahlen vor, die am häufigsten von Bedeutung sind.

Unique Visitors

Die wohl naheliegendste KPI. Letztlich will man vor allem eines wissen: Wie viele Leute rufen meinen Inhalt überhaupt auf? Davon hängen letztlich auch alle weiteren KPIs ab. Denn auch bei Inhalten, die eher auf eine kleine, aber dafür engagierte Lesergemeinde abzielen, ist interessant zu erfahren, wie groß diese kleine, engagierte Lesergemeinde denn nun wirklich ist, oder?

Seitenaufrufe / Pageviews

Seitenaufrufe geben – der Name lässt es bereits vermuten – darüber Aufschluss, wie oft eine Seite aufgerufen wurde. Dabei sollte man auch das Verhältnis zwischen „Unique Visitors“ und den Seitenaufrufen im Auge behalten. Gibt es besonders viele Seitenaufrufe pro Unique Visitor, könnte das bedeuten, dass dein Inhalt die Neugier deiner Besucher geweckt hat, sodass sich diese zusätzlich auf anderen Unterseiten über dein Produkt oder deine Inhalte informiert haben.

Time-On-Page

Während dir „Unique Visitors“ und „Seitenaufrufe“ verraten, wie oft dein Inhalt angesehen wurde, lässt sich mithilfe der „Time-On-Page“ interpretieren, wie interessant dein Content ist. Time-On-Page gibt an, wie lange der Nutzer auf der jeweiligen Seite verweilte; ob er sich zum Beispiel einen Artikel in Ruhe durchgelesen hat oder nach einigen Sekunden wieder abgesprungen ist. So erkennst du schnell, ob du deinen Lesern das bietest, was sie erwarten.

Absprungrate / Bounce Rate

Damit einher geht die sogenannte Bounce Rate, die angibt, wie viele Nutzer die Seite unverzüglich und ohne weitere Aktivität verlassen. Falsche Erwartungen oder schlicht nicht ansprechender Content können die Ursache hierfür sein. Wenn du den Nutzern von vorneherein aufzeigst, welchen Content sie zu erwarten haben, kannst du die Bounce Rate reduzieren.

Nutzerakquise

Wo kommen deine Seitenbesucher eigentlich her? Zwar handelt es sich dabei nicht per se um eine KPI, allerdings können sich die Quellen der Zugriffe zu KPIs entwickeln. Zielen deine Content-Marketing-Aktivitäten auf eine gute Auffindbarkeit durch Suchmaschinen ab? Dann sollten sich im Laufe der Zeit die Nutzerzahlen aus der Google-Suche erhöhen. Kommen übermäßig viele deiner Besucher aus sozialen Medien? Dann könntest du überlegen, ob du deine Artikel nicht mit emotionalen Headlines oder anderen Maßnahmen für diesen Kanal optimierst.

Interaktionsrate (Social Signals)

Viele Seitenaufrufe sind schon mal eine gute Grundlage, bringen alleine aber herzlich wenig. Die Königsdisziplin unter den Content-Marketing-KPIs ist wohl die Interaktionsrate. Sie gibt an, wie häufig Nutzer mit deinem Content agieren, was – je nach Art des Contents – unterschiedlichste Ausprägungen haben kann, sei es nun ein Like auf Facebook oder ein Kommentar.

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Welche Tools dir helfen können

Hast du die für dich interessanten KPIs ermittelt, kannst du diese Werte – gestützt durch Analyse-Tools – erheben. Beim Auslesen helfen dir Tools wie Google Analytics und – für die WordPress-Nutzer – WP Statistics. Diese geben dir detaillierte Auskünfte über die für dich relevanten Kennzahlen. Aber Achtung: Bedenke immer, dass es mit dem reinen Auslesen von KPIs nicht getan ist. Mindestens genau so wichtig wie die Erhebung von KPIs ist die Auswertung und Interpretation der Zahlen. Letztlich willst du ja nicht nur bewerten können, ob dein Content Marketing erfolgreich war – du willst es auch stetig optimieren.

Analytics verleiht dir die Möglichkeit, mit Gewissheit sagen zu können, welchen Content sich deine Nutzer wünschen. Sich bei der Wahl des Contents auf sein Gefühl zu verlassen kann funktionieren, mit den richtigen Tools an der Hand kannst du dir allerdings professionelle Nachhilfe holen – wie wir alle, damals, in der 7. Klasse.

Autor

Patrick Möller

Patrick Möller
Content Creator

Patrick ist freier Mitarbeiter von 247GRAD, Experte für Content Marketing und erstellt Social-Media-Inhalte für unsere Kunden.

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