22. Januar 2014

Mit kostenlosen Tools die ersten Schritte ins Webmonitoring

Author: Kategorie: Social Media

Es wird von Tag zu Tag nicht einfacher im Web den Überblick zu behalten. Für diesen Zweck gibt es Technologie-Anbieter, die sich mit nichts anderem beschäftigen. Im Fachjargon nennt man das Monitoring. Monitoring ist für große Marken Pflicht, aber in der Regel auch mit Kosten verbunden. Kosten, die kleine Unternehmen nicht tragen können oder wollen, weil es unwirtschaftlich wäre.

Wir wollen Euch zeigen, wie ihr mit einfachen freien Tools euch einen ersten Überblick verschaffen könnt. Dies ersetzt keinen professionellen Monitoringanbieter. Wer aber nur wenige Treffer im Monat verzeichnet, wird nicht 500 Euro oder mehr im Monat dafür ausgeben. Wir bedienen uns hier den üblichen Suchmaschinen mit Hilfe ein paar Suchoptionen, um das Ergebnis vorzufiltern bzw. zu verbessern.

Hinweis: Suchen haben oftmals sog. Options-Operator wie OR, um nach mehreren Wörtern zu suchen oder AND um Wortkombinationen zu knüpfen. Zum Ausschluss kann man ein Minuszeichen nehmen (z.B. bei Google oder Twitter).

Treffer im Web

Die Treffer im Web sind schwierig zu finden. Hier sollte man Google begnügen, um die wichtigsten Dinge abzufassen. Wenn ihr dies regelmäßig tut, erkennt man an der Linkfarbe ganz gut, ob man dort schon gewesen ist. Bei Google bietet es sich an, die Treffer für einen Zeitraum / ggf. Sprache zu begrenzen, damit ihr auch nur die aktuellen Dinge aufgreift.

Google Suche verfeinern

Die Goolge-Suche könnt ihr direkt im Suchschlitz verfeinern, indem ihr z.B. eure eigenen Domain ausschließt. Dies tut ihr mit dem Site-Operator, den man in 2 Richtungen benutzen kann.

  • 247GRAD AND TABMAKER -site:247GRAD.de” schließt die Domain 247GRAD.de in den Suchergebnissen aus.
  • TABMAKER site:BeispielSocialMediaForum.de” schließt die Suche auf, die Beispiel-Domain BeispielSocialMeidaForum.de ein. Es wird nur diese Domain durchsucht. Protipp, wenn ihr häufig in Branchen unterwegs seid: Die Googlesuche funktioniert meist besser als die Boardsuche.

Denkbare Suchbegriffe wären hier eure Produktnamen, Firmenname und vielleicht branchenspezifische Themen. Oder aber auch “Name des Wettbewerbers AND Problem” könnte interessante Dinge zu Tage fördern.

TWITTER

Diese Abfragen gelten allerdings auch bei Twitter. Hier bietet es sich an, neben dem Firmennamen auch die Domain in die Suche miteinzuschließen, und gleichzeitig den eigenen Account ausklammern. Die Suchabfrage für die Twitter-Suche könnte für 247GRAD lauten:

247GRAD OR Tabmaker OR 247grad.de include:retweets -user:247grad

Zeige mir alle Ergebnisse, die 247GRAD, Tabmaker oder 247grad.de enthalten inklusive ReTweets, aber bitte nicht jene Tweets, die vom Account @247GRAD kommen. Bevor ihr die Suchen in euren Client übernehmt, könnt ihr auch einfach in der erweiterten Suche, die jeweiligen Ergebnisse testen.

Bei Facebook wird es schwieriger

Facebook mit freien Mitteln zu beackern, ist schwieriger geworden. Dienste wie kurrently sind inzwischen abgeschaltet oder funktionieren einfach nicht mehr. Google fördert teilweise noch Ergebnisse ans Tageslicht, aber das ist nicht so adäquart als dass wir es empfehlen können.
Wer Facebook mit auf dem Schirm haben will, wird wohl um eine kostenpflichtige Lösung nicht herum kommen.

Einen Alarm stellen

Es muss nicht jeden Tag von Hand nachgegangen werden, dass kann auch die Technik für euch tun. Dazu gibt es zum einen Google Alert, was bis vor einigen Jahren auch noch prima funktionierte. Google Alert sagt man zwar nach, dass es langsamer geworden sei, da aber die Einrichtung eurer Benachrichtungswörter nur einmalig erfolgen muss, sollte manGoogle Alerts nicht ganz außer Acht lassen. Die Alternative heißt Talkwalker Alerts und liefert recht zuverlässige Ergebnisse.

Weitere Anbieter

Es gibt für fast alle Anwendungen auch spezielle Anbieter, über die Ihr eure Ergebnisse evtl verbessern könnt. Dies könnte Topsy (für Twitter) oder auch Echobot sein. Beisocialmention ist zu sagen, dass die Ergebnisse eher mittelmäßig sind – aber für einen kostenlosen Dienst, kann man sich dann eben auch nicht beschweren. Ausprobieren solltet ihr socialmention selbst und dann selbst entscheiden. Darüber hinaus kann man sich über Dienste wie IFTTT Mails schicken lassen, wenn eine bestimmte Bedingung erfüllt wird.

Dieser Artikel dient nicht dazu, ein professionelles Monitoring zu ersetzen. Es ist uns wichtig, dass ihr ein Gespür entwickelt, dass es sinnvoll ist, den Markt zu beobachten.

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