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23.10.2014 . Social Media Marketing . 247GRAD Team

Google+ kurz erklärt

Heute: Google+

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Nachdem Siegeszug von Facebook, unternahm Google vor 3 Jahren den Vorstoß zu einem eigenen Social Network. Dies ist aber im Falle von Google+ einfach viel zu kurz gegriffen. Google+ ist kein Netzwerk, um Statusupdates zu machen, die Besonderheit liegt woanders.

Social Layer

Google+ ist ein Social Layer. Ein Social Layer, zumindest wenn man der Definition von Google selbst folgt. Es ist in der Tat anders. In seiner Struktur, Handhabe und in den Möglichkeiten reichen die Empathiepunkte von Geisterstadt bis Überflieger. Google+ ist nicht nur ein Netzwerk, wo man seine Inhalte teilen kann. Es ist auch die Integration zahlreicher Google-Dienste in diesen Service. Angefangen bei Google Docs bis hin zur Kontaktverwaltung sind viele Dienste irgendwo in Google+ auffindbar. Daher der Layer oder die Schicht, die über dem sonstigen Google Universum liegt. Nicht unerwähnt bleiben sollten auf jeden Fall die Communities innerhalb Google+, die viel Potenzial für Vernetzung bieten.

Der Stream

Google+ verfügt über einen Stream, der ähnlich aufgebaut ist, wie man es aus anderen Netzwerken kennt. Im Stream tauchen alle Beiträge von Leuten denen du folgst oder Beiträge aus den Communities, in denen du Mitglied bist. So bekommt man gut mit, was in den jeweiligen Gruppen los ist. Der Inhalt des Streams kann nach Interessen verteilt werden.

Kreise aka Listen

Google+ nennt seine Listen Kreise. In diesen Kreisen können Themen oder Personenkreise nach Interesse oder Intention sortiert werden. Ein Kreis privater Kontakte z.B. zum Posten, aber einen „Social Media“-Kreis, den man selbst konsumiert. Eine Besonderheit gegenüber den altbekannten Listen aus Facebook und Twitter haben Kreise allerdings. Statt optional einzelne Listen für eine Teilmenge von Freunden und Followern erstellen zu können, ist man in Google+ gezwungen jeden seiner Kontakte mindestens einem Kreis zuzuordnen. Ein netter Nebeneffekt davon ist, auch ganze Kreise teilen zu können. So kann man zum Beispiel Neuankömmlingen in G+ damit helfen, dass man ihnen direkt einen ganzen Kreis mit interessanten Personen teilt, denen er eventuell folgen möchte.

Die Kreise ziehen sich übrigens durch die Produkte wie GMail oder YouTube, wo du deinen Kommentar oder Share z.B. für eine bestimmte Gruppe an Personen sichtbar machen kannst.

Besonderheit der Verknüpfungen

Die Wurzeln die Google+ schlägt werden erst deutlich, wenn man sich die verschiedenen Services anschaut. Die Google Suche kann in ihrer Ansicht unterschieden werden, die zwischen „persönlichen Inhalten“ und „anonymen“ Treffern gewählt wird (sofern die Option nicht deaktiviert ist). Wenn du über die Suche ein Restaurant suchst, wirst du dort auch Bewertungen sehen, welche dich direkt zu Google+ Local führen. Nicht zu vergessen sind Google Hangouts, die man gern mit Google+ in Verbindung bringt. Und wer im Team an Dokumenten arbeitet, kann auch Kreis für seine Abteilung erstellen, um nicht immer die selben Leute einzuladen.

Einige Versuche der Integreation von Google+ in andere Services wurden bereits wieder eingestellt, wie der +1 Button auf Ads oder ein Follow-Button in der Suche.

Best Practise

Best Practise für Google+ zu finden, ist gar nicht so einfach. Aber wir konnten uns hier auch auf alt bewährte Kandidaten berufen. So fanden wir hier auch deutsche Unternehmen.

Deutsche Bahn

Die Bahn macht allgemein einen guten Job, zumindest im Social-Media-Bereich. Wenn man diese Kompetenz nun noch auf die Straße Schiene bringen könnte. Sei es drum. Die Bahn hat ein Konzept, wie sie ihre Inhalte auf Google+ verteilt. Die Deutsche Bahn bestreitet neben einer Business-Page auch eine Community, was nicht nur Bahnreisende sondern auch Eisenbahnfreunde begrüßen dürften. Es ist klar geklärt, wo was Platz finden soll.

Bild via Falk Hedemann / Quelle: DB Bahn Vertrieb

Bild via Falk Hedemann / Quelle: DB Bahn Vertrieb

ZDF

Das ZDF tut auf Google+ eigentlich nicht viel. Man nutzt den Kanal als Ankündigungsprogramm des TV-Programms. Einige Trailer werden direkt über Youtube in den Stream gespielt. Ein simpler Infokanal. Für Unterhaltung gibt es scheinbar Twitter. Dennoch hat man durch seinen hohe Bekanntheit, 200.000 Leute auf Google+ eingesammelt. Eine stattliche Summe für einen Infokanal, der allerdings täglich mit hochwertigen Inhalten bestückt wird.

Meinung Kai

Mein Verhältnis zu Google+ ist zwiegespalten. Ich habe es über die Jahre nie geschafft, den „Ok, jetzt hab ich’s“-Moment zu provozieren. Ich sehe aber, dass Google+ in einigen Bereichen echt gut funktioniert. Die Zielgruppe dort ist sicherlich eine andere als man sie bei Facebook antrifft. Es liegt sicher viel Potenzial in den Communites, in denen man sich rege austauschen kann.

Meinung Lars

Ich bin Google+-Fan. Das klingt erstmal ziemlich unreflektiert, aber prinzipiell ist es so. Die Gründe dafür sind vielfältig. Die Gestaltung des Netzwerks gefällt mir sehr gut, sowohl auf Desktop, also auch in den nativen Apps. Das Zusammenspiel der verschiedenen Funktionen gefällt mir sehr gut und sorgt für eine Vielfältigkeit, mit der kein anderes Netzwerk mithalten kann. Die Herangehensweise der Kreise unterstützt mich außerdem Ordnung in meine Friendlist zu bekommen, was sonst meist in einem Chaos endet. Ein wichtiger Faktor, der das Netzwerk für mich ebenfalls interessant macht, den man allerdings nur zweitrangig dem Netzwerk selbst zuschreiben kann, ist das darauf vertretene Publikum. Google+ hält sich über die letzten Jahre in der angenehmen Waage gehalten, nicht zu populär zu werden, damit jeder seine Meinung in den G+-Äther schmeißt, aber trotzdem so interessant wie notwendig zu sein, damit die „Early Adopters“ der Social-Media-Interessierten weiterhin auf dem Netzwerk aktiv bleiben. So bestehen meine momentanen Kreise hauptsächlich aus Blogger, Webjournalisten, Social Media Managern und Künstlern (Picasa-Integration sei dank). Aber mal sehen, ob und wann sich diese Demographie ändert … .

Fazit

Google ist und bleibt ein soziales Netzwerk, dass den Netzwerk-Begriff allerdings weitgreifender versteht, als seine Social-Network-Kollegen. Nicht nur dass sich Nutzer miteinander über Google+ vernetzen können, nein, auch Google+ selbst umfasst ein Netz aus Diensten und Services, die wiederum das Netzwerk mit ihrer Funktionsvielfalt unglaublich aufwerten. Der effektive Mehrwert, der daraus entsteht muss von jedem der Nutzer selbst bemessen werden, was zu der schon anfänglich angesprochenen Polarisierung führt. Entweder man mag Google+ sehr, oder man meidet es. Davon unabhängig steht allerdings fest, dass Google+ mit seinen endlos vielen Satelliten-Services auf eine solche Menge an Potentialen zurückgreifen kann, dass selbst Platzhirsch Facebook nicht verstecken muss.

Autor

247GRAD Team

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Dieser Blogeintrag stammt von einem anonymen 247GRAD-Mitarbeiter

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