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07.02.2014 . Social Media Marketing . 247GRAD Team

Facebook Paper ist erst der Anfang

Facebook Paper ist erst der Anfang für Facebooks seine Inhalte besser aufzubereiten. Und die eigene Infrastruktur zu nutzen.

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Mit der Veröffentlichung der Facebook Paper App in den USA, hat der blaue Internetriese die Würfel neu fallen lassen. Die App für iOS ist über die US-Version von iTunes erhältlich. Die t3n hat einen ausführlichen Artikel darüber geschrieben, wie ihr an die App auch in Deutschland kommt.

Positiver erster Eindruck

Der ersten Reaktionen sind überschwenglich, denn Paper bietet viel von dem, was Facebook aufgrund seiner Größe problematisch macht: die immense Informationsflut. Paper ist eine Art News-Magazine. Ähnlich der beliebten App Flipboard ermöglicht Paper dem Nutzer, seinen Newsfeed auf eine neue Art und Weise zu erleben. Natürlich unterscheidet sich das Look’n’Feel von ähnlichen Apps. Es wirkt aufgeräumter, ruhiger, hochwertiger – und ich kann nach wie vor noch mit meinen Bekannten in Kontakt treten. Darin ist nichts besonderes, spannender sind die erweiterten Funktionen.

Hier bietet Facebook uns eine Auswahl an Kategorien wie Headlines (News), Pop Life, Creators, Exposure, Ideas oder LOL. Ich kann mir also nach meinen Interessen ein Nachrichtenmagazin zusammenstellen, welcher auf Facebook basiert und mit den vertrauten Interaktionsmöglichkeiten wie liken oder kommentieren versehen ist. Dies wirft aber auch eine Fragen auf. Die Kernfrage für Medienmacher wird sicher sein: Nach welchen Kriterien werden die einzelnen Beitrage ausgewählt? Ich sehe jetzt schon Überschriften vor meinem geistigen Auge, die den Algorithmus hinter Paper beschreiben und skizzieren.

Facebook erweitert seine Kompetenz

Facebook nimmt mit Paper eine neue, weitere Rolle ein. Der Weg zum Nachrichtenportal mit angeschlossenem Freundesmodus wird immer stärker werden. Wenn man es überspitzt formulieren möchte: Facebook wird zum Gatekeeper der einstigen Gatekeeper. Nach wie vor können Journalisten zwar bestimmen, welche Nachrichten in den Medien auftauchen, aber ob ihre Seite 1 auf Seite 1 bei Facebook landet, bestimmen Sie eben nicht mehr aus freien Stücken.

Facebook Paper

Facebook Paper

Paper ist nur das 1. Produkt aus dem Labor von Facebook. Es ist nur ein Weg von vielen, wie man Inhalte aufbereiten kann. Facebook wird eine Reihe von Apps produzieren, um verschiedene Zielgruppen ansprechen zu können und stärker an das Netzwerk zu binden. Das ist legitim und ich finde es gut, wenn man den Markt etwas durchschüttelt. Es wird spannend sein, welche Standalone-Apps aus dem Hause Facebook sich in Zukunft nachhaltig durchsetzen werden. Fakt ist: Facebook’s Motto lautete in der Vergangenheit immer, unterschiedliche Wege zu gehen und viel auszuprobieren.

Die Infrastruktur stellen

In Palo Alto macht es den Anschein, als hätte man es verstanden, dass es nicht nur um die Inhalte geht. Was auch immer nach Paper noch kommen mag, es besteht immer eine Gemeinsamkeit: Die Infrastruktur. Facebook ist nicht mehr nur das größte Social Network, sondern stellt auch die Infrastruktur für Bewegungen im Netz. Das ist nicht neu, wird aber durch Paper viel greifbarer. Denn auch Instagram gehört zu der Produktfamilie, auch wenn sich dies nicht so anfüllt, ist die Einbettung in den Newsfeed doch sehr nativ und vorallem prominent.

Unser Zwischen-Fazit

Facebook wird auch in Zukunft daran interessiert sein, die Balance zwischen Nachrichten und belanglosen Essensbeiträgen zu finden. Die Medien bedeuten Werbeeinnahmen, die aktiven User benötigt man, um sie im Netzwerk zu halten. Mit neuen Strategie gehen sie meiner Meinung nach den nächsten Schritt, den man die letzten Jahre bereits vorbereitet hat. Denn Facebook ist nicht das einzige Unternehmen, welches die Infrastruktur für sich entdeckt hat. Bei Google gehört es zur Firmenphilosophie, ob autonomes Auto, Android (für mobile Infrastruktur), Maps, Google Faber usw. – Nirgends hat man so viele Möglichkeiten, wie im eigenen Hause. Die Reise geht gerade erst los…

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Dieser Blogeintrag stammt von einem anonymen 247GRAD-Mitarbeiter

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