07. Januar 2014

Digital Trends für 2014

Author: Kategorie: Social Media

Der Jahresumbruch liegt hinter uns und die erste volle Arbeitswoche steht an. Für uns als Agentur und Softwareanbieter stellt sich natürlich besonders die Frage: Was erwartet uns dieses Jahr? Auf welches Thema sollten wir unsere Aufmerksamkeit richten. Dies gilt nicht nur für die Agentur, sondern auch gerade für den kommenden Produktlaunch von 247GRAD CONNECT.

Ich muss gestehen, dass es in diesem Jahr zumindest etwas einfacher anfühlt, eine Prognose zu treffen. Es hat sich vieles gefestigt und gerade im letzten Jahr sind viele Würfel neu gefallen.

Business man holding board on the background, Brand Management

KONTEXT WIRD WICHTIGER WAHRGENOMMEN

Die erste Woche hat es bereits gezeigt. Es geht um Kontext, in dem Inhalte gespielt werden. Wenn der Satire-Blog Der Postillon nicht seinen Artikel zurückdatiert hätte, wäre die Meldung über einen Wechsel von Herrn Pofalla zur Bahn vermutlich nur halb so verwirrend gewesen. Eine ausführliche Analyse zu dem Thema hat Thomas Knüwer vorgenommen.

Kontext war schon immer ein wichtiges Mittel. Es fängt aber nun an, dass es ersichtlicher wird, welche “Vorteile” dies für den Marketing-Mix mit sich bringt.

CONTENT MARKETING

Ein Buzzword, welches die letzten 6 Monate immer und immer wieder aufpoppte. Man könnte nach 5 Jahren Social Media in Deutschland* nun sagen, das Thema wird langsam erwachsen. Unternehmen werden ihre bisherigen Ergebnisse stärker hinterfragen und zukünftige Dinge danach ausrichten. Mit der “Liquid & Linked”-Marketingstrategie von Coca-Cola erkannte der Konzern schon 2009 wie wichtig Content Marketing und Storytelling ist, und beschritt 2010 konsequent das Terrain. Vier Jahre später kann man sehen, dass das Thema präsenter denn je ist. Inhalte und Werbebotschaften werden langfristiger und präziser voraus geplant.

PAID MEDIA WIRD WACHSEN

Der vielerorts festgestellte (und widerlegte) Einbruch der organischen Reichweite auf Facebook, hat Anfang Dezember auch dem letzten die Augen geöffnet: Die Plattform gehört uns nicht. Daher wird es dieses Jahr unabkömmlich sein, für Aktivitäten dort auch entsprechendes Budget einzuplanen. Diese Erkenntnis sollte sich eigentlich bereits in den Vorjahren rumgesprochen haben, aber so mancher benötigt eben länger.

Aus dem Gefühl heraus, dass Facebook immer teurer wird, könnte Twitter durchaus profitieren. Es hat sich bereits rumgesprochen, dass Promoted Tweets gut funktionieren. Ein Thema, was ich mir dieses Jahr unter Beobachtung auf den Zettel geschrieben habe.

TOTALE VISUALISIERUNG

“Ein Bild sagt mehr als 1000 Wörter und genau deswegen sind Videos unbezahlbar”, heißt es in einer Internetfloskel. Es werden noch mehr Bildmaterial und (Kurz)-Videos produziert. Ob nun auf Instagram, Vine, Snapchat, YouTube, Pinterest oder anderen visuellen Netzwerken, die Zahl der Veröffentlichungen wird steigen. Die verbesserte Infrastruktur aus Smartphones und Netzabdeckung gibt dem Endverbraucher mehr Möglichkeiten an die Hand, sein Markenerlebnis authentischer und schneller zu teilen. Das Segment ist hier bei weitem noch nicht gesättigt.

MOBILE WÄCHST WEITER

Ob responsive Webdesign oder native Anwendung. Der Anwendungsbereich für mobile Endgeräte wird nicht abnehmen. Manch einer sehnt sich bereits nach dem Verschmelzen zwischen On- und Offline. Neue Gadgets wie Google Glass werden diesen Markt völlig neu befeuern und auch das Videosegment anheben.

WACHSTUM WOHIN MAN SIEHT

Es könnte ein gutes Jahr für uns Digitalos werden, könnten unsere Reden endlich gehört werden. Es macht den Eindruck als wäre der komplette Sektor Rund um die digitale Kommunikation erwachsener geworden. Es scheint als hätte man sich auf einen Weg geeinigt, ohne eine “Magic happens here”-Box vorzufinden. Big Data wird nicht mehr nur Konzernen vorbehalten sein, sondern jeder wird sich eine Scheibe abschneiden können. Dies wird man in seine Marketingstrategie einfließen lassen, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Corporate Blogs werden einen neuen Aufschwung erleben und Social Media Manager werden vielleicht eine Berufsgruppe (So wie SEOs – irgendwas mit Internet eben).

Der Wachstum bei den Werbeausgaben wird dafür sorgen, dass die Linien zwischen bezahlten und organischen Inhalten weiter verwässern. Die Kumulierung dieser Daten und Kennzahlen werden stärker unter Beobachtung stehen als zuvor. Auch die Arbeit in der digitalen Kommunikation wird sich weiter professionalisieren.

Ich bin allerdings bei allem offensichtlichen gespannt, welche Überraschung dieses Jahr noch auf uns warten wird. Gerade welche nicht absehbare Entwicklung Facebook aus dem Hut zaubert. Ich bin überzeugt, 2014 wird nicht nur für 247GRAD spannend.

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