27. Februar 2013

App.net führt kostenfreie Accounts ein

Lars Ofterdinger Author: Lars Ofterdinger Kategorie: Social Media

Wie auf dem offiziellen App.net Blog nachzulesen, öffnete des Netzwerk vor einigen Tagen die Tore für kostenfreie Accounts. Damit bricht App.net mit der bisherigen Philosophie, nur bezahlenden Kunden den Zugang vorzubehalten.

Entwickler und Gründer von App.net Dalton Caldwell, wollte mit seinem Netzwerk einen Gegenpol zu den bisher vorherrschenden Netzwerken Facebook und Twitter errichten. Die Idee: Ein Netzwerk, in dem allein der Nutzer seine Daten besitzt, sich Entwickler über eine leistungsstarke API austoben können und das gänzlich auf Werbung verzichtet. Dabei orientiert sich App.net sehr stark an den Platzhirschen. Vor allem Eigenschaften wie die Zeichenbegrenzung von 256 Zeichen, kurze Profilbeschreibungen und ein minimalistisches Design, erinnern stark an Twitter. Bisher wurde dieses Format durch die ausschließlich kostenpflichtigen Accounts (mindestens 5$ / Monat oder 36$ / Jahr) ermöglicht. Wie Dalton Caldwell nun aber beteuerte, war es schon immer der Plan, dass letztlich hinter App.net ein Freemium stehen soll. Dabei orientiert sich Caldwell an seinen Vorbildern, den Freemium Speicherdiensten wie Github oder Dropbox. Dementsprechend zu erwarten war der Schritt, kostenfreie Accounts einzuführen.

Das bisherige Modell sieht vor, dass kostenfreie Accounts lediglich durch die Einladung eines bezahlenden Users von App.net vergeben werden können. Dafür stehen jedem bezahlende Nutzer drei Invites zur Verfügung. Neumitgleider können anschließend App.net mit folgenden Einschränkungen nutzen:

  • Höchstens 40 Verbindungen mit anderen Mitgliedern
  • 500 MB verfügbar Speicher
  • Hochzuladende Dateien dürfen maximal 10 MB groß sein.

Zusätzlich bekommen der einladende und der eingeladenene Account jeweils zusätzlich 100 MB Speicherplatz, wenn sich das Neumitglied mit mindestens fünf anderen Accounts verbindet oder eine Drittanbieter-Applikation benutzt.

Was haltet ihr von App.net? Kann sich ein soziales Netzwerk, das vornehmlich auf bezahlende Kunden setzt, durchsetzen?

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