24. Juni 2013

8 Unterschiede: Vine vs. Instagram Video

Lars Ofterdinger Author: Lars Ofterdinger Kategorie: Social Media

Eines der wohl meist diskutierten Themen der letzten Woche ist die neue Video-Funktion von Instagram.

Das ehemalig reine Fotonetzwerk erweiterte seine Funktionalität, sodass nun auch Bewegtbilder gepostet werden können. Natürlich nicht, ohne sie vorher mit den feschen Instagram-typischen retro-Filtern bearbeitet zu haben. War ja irgendwie klar!

Ebenfalls klar war die Richtung des Schlages, in die mit Instagrams Videofunktion gezielt wurde: Twitters mobile App Vine! Vine ist ein rein Video-basiertes Netzwerk, dass es den Nutzern erlaubt kurze Videos zu drehen, welche dann im Netzwerk in einem Loop abgespielt werden. Ganz im Stil des 140-Zeichen-Dienstes Twitter darf ein Vine-Video nur sechs Sekunden lang sein. Dass diese Zeit dennoch für einige ziemlich gute Videos ausreicht, beschrieben wir schon in unserem Vine-Blogartikel.

Also was nun? Vine oder doch Instagram Video? In der folgenden Tabelle haben wir mal einige Unterschiede der beiden Dienste zusammengefasst.

Hier sind acht Punkte, die euch die Entscheidung etwas erleichtern sollen:

  1. Mit 15 Sekunden sind die Instagram Videos um immerhin 9 Sekunden länger als die der Vine Konkurrenz. Natürlich kann für die 6 Sekunden Länge mit Sprüchen wie „in der Kürze liegt die Würze“ oder ähnlichem argumentieren, aber ein Fakt bleibt nunmal: 6 Sekunden sind verdammt kurz!
  2. Instagram wartet mit 13 neuen Filtern für die Videofunktion auf. Damit haben nun auch Amateure die Möglichkeit, halbwegs gut aussehende Videos zu drehen. Vine Clips kommen dagegen eher verwackelt daher, was allerdings vielleicht auch ihren Charme ausmacht.
  3. Instagram Videos wiederholen sich nicht. Das ist vielleicht eine der schönsten Eigenschaften der Vine Videos. Der ständige Loop lässt sich geschickt für interessante Videos einsetzen.
  4. Instagram lässt den Nutzer ein bestimmtest Titelbild aus dem Video herausnehmen, damit nicht ein willkürlich gewählter Frame angezeigt wird.
  5. Durch seine direkte Verbindung zu Twitter, ist der Mikroblogging-Dienst auch der bevorzugte Distributionskanal von Vine-Videos. Die Clips benutzen die neue Anzeigeform von Twitter für Videos, weswegen sie direkt im Twitterfeed abgespielt werden. Instagram dagegen ist wesentlich besser in Facebook integriert. Außerdem …
  6. … spielt Instagram im Allgemeinen besser mit seinen Social Network-Kollegen zusammen als Vine. Während Vine lediglich das Teilen auf Facebook und Twitter unterstützt, ist Instagram schon mit Twitter, Facebook, Tumblr, Flickr und Foursquare verbunden. Ein Vorteil für Webmaster stellt allerdings die direkt angebotene Embed-Möglichkeit der Vine Clips dar.
  7. Geht man nach Nutzerbasis oder Market Share liegen die Punkte eindeutig bei Instagram. 130 Millionen monatlich aktive Instagram-Nutzer stehen ca 13 Millionen Vine-Nutzern gegenüber. Dabei ist natürlich zu berücksichtigen, dass Instagram-Nutzer ein fotobasiertes Netzwerk gewohnt sind. Inwiefern die Videofunktion wirklich angenommen wird, muss man in Zukunft sehen.
  8. Während Instagram nun schon seit geraumer Zeit für iOS und Android (und bald auch für Windows Phone) verfügbar ist, schaffte das neuere Vine den Sprung auf Android erst Anfang Juni diesen Jahres. Der Nachteil sich nun nach der kurzen Zeit direkt einer so großen Konkurrenz ausgesetzt zu sehen, muss jetzt erst einmal wieder wett gemacht werden.
Was haltet ihr von den beiden „Mikrovideo“-Diensten? Habt ihr euch schon entschieden oder geht ihr Videonetzwerken komplett aus dem Weg?

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