25. Juni 2013

5 Faktoren zur Erfolgsmessung von Social Media Marketing

Eine der größten Hürden für Social Media-Marketing-Kampagne ist die abschließende Erfolgsmessung. Ist man es von klassischem Marketing gewöhnt, eine relativ direkte Rückmeldung in Form von höheren Abverkäufen o. ä. zu bekommen, gestaltet sich dies innerhalb von sozialen Medien des Öfteren etwas schwieriger. Im Folgenden möchte ich ein paar Faktoren aufzeigen, aus denen sich der gesamte ROI (Return on Investment) von Social Media-Kampagnen zusammen setzt.

    1. Finanzieller Profit: Auch in sozialen Medien kann Produktwerbung platziert werden. Wenn innerhalb einer Kampagne verstärkt auf ein bestimmtes Produkt, ein besonderes Angebot oder ähnliches hingewiesen wird, kann ein Teil des „Returns“ durch die Messung des höheren finanziellen Rückflusses bestimmt werden. Durch den gezielten Einsatz von Targeting Tools kann, je nach Werbeart, direkt nachvollzogen werden, welche Aktion in der Social Media-Umgebung zum Verkauf welchen Produkts geführt hat. Auch wenn gerade Social Media-Marketing weg von dem klassischen „Ich habe 1€ eingesetzt und will daher >1€ durch zusätzlich abverkaufte Produkte verdienen!“ weg will, ist dieser Faktor durchaus nicht zu vernachlässigen.
    2. Der Suchmaschinen-Bonus: Suchmaschinen wie Google (und danach eigentlich kaum noch was) beeinflussen das Internet wie kaum etwas anderes. Das ist der Grund, warum SEO eine Profession geworden ist und ist ebenfalls der Grund, warum Marketing in sozialen Medien Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Ein Teil des ROI in sozialen Medien besteht nämlich daraus, interessante Inhalte zu liefern, mit denen ein Großteil der Nutzer interagieren kann, „Content Marketing“ genannt. Verlinken beispielsweise externe qualitativ hochwertige Seiten auf die eigene Seite, gibt es das Google & Co. das Signal, dass die eigene Website wertvoll ist und rankt sie dadurch höher in der Google-Suche für die entsprechenden Keywords. Dieser Wert schlägt sich zwar unter Umständen nicht direkt im Abverkauf von Produkten nieder, kann aber durch Analyse-Tools durchaus an den Zugriffszahlen und der dadurch entstandenen Reichweite der eigenen Website festgemacht werden.
    3. Marken-Reputation: Ein professioneller Auftritt in sozialen Marken stärkt die Reputation einer Marke. Da soziale Medien für Offenheit und Dialog stehen, können auf Unternehmen, die diesen Kanal nutzen, von diesem Image profitieren. Vorausgesetzt natürlich, dass die Herausforderungen wie z.B. das Community Management, professionell angegangen werden.
    4. Engagement und Reichweite: Hier wird es nun wirklich knifflig, was die Messung angeht. Bisher galt dank Edge Rank gerade in der Facebook-Umgebung die Rechnung Engagement (also Interaktionen von Nutzer) = Reichweite = Erfolg. Wie Jan von Futurebiz vor einigen Tagen berichtete, wird das in Zukunft allerdings anders werden. War bisher die Tonalität der Interaktion (z.B. in Kommentare) weitgehend irrelevant für die Reichweite, wird in Zukunft auch dieser Faktor in den Seitenstatistiken und damit wahrscheinlich auch im Edge Rank mit einbezogen.
    5. Senkung der Kommunikationskosten: Durch die Möglichkeit über soziale Medien in direkten Dialog mit den Kunden treten zu können, können Unternehmen nicht nur Geld erwirtschaften, sondern auch Kosten senken. So kann über Social Media beispielsweise ein Kundenservice eingerichtet werden, der ohne Medienbrüche Kundenfragen beantwortet. Häufig wiederkehrende Anfragen können mit generellen Antworten direkt über den Social Media-Kanal einer breiten Masse abgehandelt werden und somit präventiv für ein geringeres Anfrageaufkommen sorgen.

Weitere Sichtweisen auf dieses Thema findet ihr übrigens auch bei den Kollegen von pagemodo oder social media today.

Was ist eure Meinung zum Messen von ROI auf Social Media Kanälen? Welche Faktoren spielen hier eurer Meinung nach noch eine Rolle?

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