13. Juni 2013

#Facebook führt #Hashtags ein … und ich bin skeptisch!

Lars Ofterdinger Author: Lars Ofterdinger Kategorie: Facebook, Social Media

Nachdem schon vor einigen Monaten bekannt wurde, dass Facebook Hashtags einführen würde, ist es nun endlich / leider / zum Glück so weit: Sie. Sind. Da. (Man stelle sich hier dramatische Musik vor).

Für die nicht-Hashtag Nutzer unter euch, mal eine kurze Erklärung:
Hashtags sind dafür da, Inhalte nach einem bestimmten Stichwort bzw. Thema zu Verschlagworten. Dafür wird dem themenrelevanten Begriff im Post ein Doppelkreuz (#) vorangestellt. In der Praxis sieht das dann beispielsweise so aus:

Nach #Instagram wird Path der nächste große Aufsteiger im Social Media Genre!

Der Begriff „#Instagram“ wäre jetzt mit einem Stream verlinkt, in dem alle Postings aufgelistet sind, in denen ebenfalls „#Instagram“ auftaucht. (So würde das beispielsweise bei Twitter aussehen)

Interessante Anwendungsmöglichkeiten für Hashtags sind beispielsweise Sportereignisse, bei denen ein offizieller Hashtag kommuniziert wird. Beispielsweise könnte der Hashtag „#olympia2014“ dafür sorgen, dass alle Nachrichten bezüglich der Olympischen Winterspiele im nächsten Jahr gesammelt dargestellt werden können.

Was hat die Einführung von Hashtags in Facebook für Folgen?

Um das direkt mal klarzustellen: Ich mag Hashtags! Ich finde das Taggen von Inhalten definitiv sinnvoll und praktisch. Bei Postings helfen sie Zusammenhänge darzustellen und Bezüge aufzuzeigen. Allerdings kann man dieses System auch definitiv ad Absurdum führen!

Auf Instagram hat sich mit der Einführung von Hashtags eine Tag-Kultur gebildet, die sich hauptsächlich auf die künstliche Generierung von Reichweite spezialisiert hat. Seiten wie TagsForFollowers.com werben sogar mit Hashtags, die verwendet werden sollen, um die eigene Freundesliste zu erweitern oder besonders viele Likes auf ein Bild zu bekommen. Also werden wunderbare Bilder von Sonnenuntergängen oder dem heutigen Mittagsessen mit einer Masse an Hashtags in den Äther geschickt, die fast mehr Platz einnehmen, als das Bild selbst. Dass das nicht im Sinne des Erfinders ist, muss man wohl nicht besonders ausführen.

Lange Zeit waren Hashtags als Synonym für Twitter zu sehen. Der Mikroblogging-Dienst rückte Hashtags erstmals in den Blick der Öffentlichkeit. Natürlich gab es auch hier schon sehr fragwürdige Tags, allerdings griff natürlich auch hier die 140 Zeichen-Grenze des Netzwerks. Einen Tweet mit 15 Hashtags zu versehen war bzw. ist also gar nicht erst möglich.

Da Facebook, genau wie Instagram, keine Maximallänge von Postings oder Kommentaren vorsieht, ist zu befürchten, dass auch hier wieder die absurdersten Tags Einzug halten. Nennt mich Pessimist, aber ich sehe doch jetzt schon die nächste #TagsForLikes, #FacebookMood und #FacebookFood Welle auf uns zurollen.

Was haltet ihr von dem Schritt von Facebook Hashtags zum implementieren? Und was haltet ihr von Hashtags im Allgemeinen? Gibt es vielleicht sogar Ideen, wie man Facebook Nutzer dazu bringen kann, sinnvoll zu taggen?

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