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18.06.2013 . Allgemein . Lars Ofterdinger

Augmented Reality – Unsere halbdigitale Zukunft?

Wo liegt das Potenzial der digital erweiterten Realität?

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„Augmented Reality“ hört sich erstmal ziemlich futuristisch an. Irgendein Begriff aus dem Hirn Gene Roddenberrys, der von J. J. Abrahams in ’nem miesen Kinofilm aufgearbeitet wird, aber ich schweife gerade etwas ab …

Augmented Reality (zu deutsch: erweiterte Realität) beschreibt die Möglichkeit, die selbst wahrgenommene Realität mit digitalen Mitteln zu erweitern. Beispiele für eine solche Technologie gibt es momentan schon zuhauf. Geht man beispielsweise in einen LEGO-Store, hat man die Möglichkeit, dreidimensionale virtuelle LEGO-Objekte in die Wirklichkeit zu holen (jaja, man könnte es auch einfach aufbauen, aber das gehört nun wirklich nicht in ein Social Media Blog! 😉 ). Dafür stellt man sich einfach mit einer LEGO-Packung vor eine kleine Konsole im LEGO-Store. Im Bildschirm der Konsole erscheint dann eine animierte Version des aufgebauten LEGO Produkts (Beispiel). Wie viele der heutzutage umgesetzten Augmented Reality-Lösungen, wurde auch das LEGO Projekt von metaio realisiert.

Ein anderes Anwendungsbeispiel hat vor kurzem auch Google mit dem Augmented Reality-Spiel Ingress vorgestellt. Die Spielkarte von Ingress ist die 1:1 Weltkarte, auf der die Nutzer in zwei Teams gegeneinander um auf der ganzen Welt verteilte Portale kämpfen (um das Spielprinzip mal in aller Kürze erklärt zu haben). Als Basis von Ingress dient eine veränderte Google Maps-Karte, auf der die angesprochenen Portale zu finden sind. Der Nutzer wird also ständig dazu angehalten, per Ingress durch die Gegend zu laufen und so als „Spielfigur“ das Spiel zu spielen. Ganz davon ab, was man von diesem Spiel aus Datenkraken-technischer Sicht hält: Ingress verbindet Augmented Reality und Gamification auf eine revolutionäre Art!

Stärken, Schwächen und Potenziale von Augmented Reality

Eine der unbestreitbaren Stärken von Augmented Reality ist die Innovation und der dadurch entstehende Unterhaltungsfaktor. Menschen können sich halt für derlei „Spielereien“ begeistern. Und selbst wenn es „nur“ die 3D-Animation eines LEGO-Objektes ist,  verbringen staunende Menschen geraume Zeit vor einem Bildschirm, um das Wunder der Technik zu begutachten und sich letztlich darüber auch mit der Firma, in diesem Fall LEGO, auseinanderzusetzen.

Durch die direkte Integration einer digitalen Umgebung in die Realität steht natürlich auch einer digitalen Verbreitung des Erlebten nichts im Weg. Beispielsweise können Augmented Reality-Systeme, die auf eine Smartphone-Applikation zurückgreifen, eine direkte „Teilen“-Funktion für diverse soziale Netzwerke oder Mail-Services beinhalten.

Eine Schwäche der heutigen Augmented Reality-Lösungen ist wohl gleichzeitig ihr größtes Potenzial. Für die Darstellung der erweiterten Realität ist meist das Smartphone mit einer installierten App notwendig. Das hat man zwar so gut wie immer dabei, allerdings ist es doch etwas umständlich die Darstellung der App auf einem (je nach Smartphone) doch recht kleinen Bildschirm zu sehen. Ganz davon abgesehen, dass Kamera und Display auch erst einmal eine gewisse Qualität aufweisen müssen, um die Illusion perfekt werden zu lassen.

Das immense Potenzial dabei liegt natürlich in Technologien, die es schaffen, die Augmented Reality permanent (bzw. jederzeit nach Wunsch) aufrecht zu erhalten. Die Google Glasses dürften wohl eine der ersten Produkte sein, die das garantieren können. Ein ständiges HUD (Anzeigebereich im Sichtfeld), was dem Nutzer zusätzliche Informationen über seine Umwelt liefert.

Natürlich kann dieses Thema auch höchst kritisch diskutieren. Werden die Daten über die eigenen Interaktionen mit der erweiterten Realität gespeichert? Falls ja, von wem und unter welchen Sicherheitsbestimmungen? Dystopien gibt es zu dem Thema genug (hier zum Beispiel eine besonders gelungene). Würdet ihr den technischen Fortschritt der potenziellen „Gefahr“ vorziehen? Wir freuen uns über eure Meinungen in den Kommentaren!

Autor

Lars Ofterdinger

Lars Ofterdinger
Head of Marketing

Kommentare

Adrian . 26.07.2013 . 14:13

Bei Augmented Reality muss ich immer an die Google Brille denken. Wenn die Akkulaufzeiten einen guten Wert erreichen kann das in Zukunft eine Revolution sein. Leider denk ich immer daran dass jeder zu jeder zeit trackbar ist und alles im internet landen könnte. Das ist dann die unschöne Seite der technik. Ich hoffe nur dass Ethik die Wirtschaft bremst und sie sich selbst menschliche Grenzen in der technik auferlegen.

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