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09.05.2018 . 247GRAD, Social Media Marketing . Malte Schreer

Hilfreiche Tipps für Livestreams auf Facebook, YouTube & Co.

Diese acht Tipps helfen euch, eure Livestreams auf Facebook, YouTube und Twitter deutlich zu verbessern, um unter anderem noch mehr Interaktion zu erzeugen.

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Bewegtbild und Livestreams nehmen bei Social Media eine immer wichtigere Rolle ein. Und nicht erst seit der Einführung des Facebook Algorithmus zu Beginn des Jahres ist es spannender denn je herauszufinden, wie Content Zielgruppen erreicht und diese darüberhinaus auch nachhaltig begeistert. Darüber haben wir euch in den vergangenen Wochen schon den einen oder anderen Tipp gegeben wie zum Beispiel bei Let’s socialize – Fünf Tipps für mehr soziale Interaktionen. Es gibt viele leichte bis krasse Moves, mit denen ihr die Aufmerksamkeit eurer Meute gewinnt, um sie dann weiterhin zu faszinieren.

Heute versorgen wir euch mit acht Tipps, die zum größten Teil eure Live-Übertragungen auf Facebook, YouTube oder via Periscope auf Twitter aufs richtige Gleis setzen und im Laufe der Zeit die Interaktionsrate verbessert. Bitte habt Verständnis, dass ich heute keine technischen Tipps in Bezug auf Kamera, Ton etc. gebe – ich beschränke mich bewusst eher auf Inhaltliches.

1. Am Anfang war das…Thumb.

Der erste Eindruck zählt. Und da ihr Livestreams nach der Übertragung teilweise auch speichern könnt, macht eine visuelle Gestaltung durchaus Sinn. Sowohl bei Facebook wie auch bei YouTube könnt ihr das Vorschaubild selbst entwickeln. Bitte bedenkt, welche Macht euch schon allein für den erfolgreichen Einstieg zur Verfügung steht. Genau hier setzt ihr schon den ersten Impuls, der euch beziehungsweise dem Livestream die wichtige Aufmerksamkeit schafft. Was dabei primär zu bedenken ist?

  • Stellt unmissverständlich klar, worum es in eurem Stream geht.
  • Holt den User direkt ab und macht ihn so neugierig, dass er einfach klicken und sich eure Livestreams anschauen muss. Das erreicht ihr unter anderem, indem ihr eine starke Bildsprache wählt.
  • Berücksichtigt, dass schon lange nicht mehr nur am Desktop Videos angeschaut werden. Mehr als die Hälfte nutzen Facebook, YouTube und die üblichen Verdächtigen auf dem mobilen Endgerät! Gerade hier müssen die Vorschaubilder klasse aussehen und schnell verständlich sein.
  • Beachtet euer Corporate Design und bebedenkt dies in der Kreation des Thumnails.

Sorgt hier auf den ersten Blick dafür, dass die User sofort verstehen, worum es euch in den Livestreams geht.

2.  Ein elementarer Schlüssel zum Erfolg: Die Beschreibung

Kaum eine Tür lässt sich ohne Schlüssel öffnen. Und da ihr euch in der Beschreibung eurer Streams, in den Ankündigungen und möglicher Weise auch im Falle von Ads, die ihr Zwecks Bewerbung eure Livestreams schalten werdet, auf wenige Worte beschränken müsst, ist Präzision alles. Macht euch bestenfalls schon im Vorfeld Gedanken darüber, welchen Namen ihr dem Kind geben wollt. Meist konzentriert man sich zu sehr auf den Dreh und das ganze Drumherum, so dass die Beschreibung für die Live-Übertragung zu wenig Beachtung findet.

Tut euch an dieser Stelle vor allem einen Gefallen: Verzichtet auf Clickbaiting! Bleibt authentisch und sympathisch.

3. Bestimmt die richtige Länge eures Livestreams

Um die richtige Länge der Übrtragung zu bestimmen, ist ein wenig Erfahrung notwendig. Möglicher Weise habt ihr noch keine, weil ihr euch gerade erst mit dem Thema auseinandersetzt. Aber das ist auch nicht schlimm – jeder fängt schließlich irgendwann damit an. Wie wichtig das kontinuierliche Analysieren ist, erkläre ich später noch. Warum aber ist die richtige Länge einer der wesentlichen Schlüssel zum erfolgreichen Broadcasting? Viel zu häufig wird bei Livestreams der Fehler gemacht, dass man übereilig zu einer Lösung eines gestellten Problems kommt, Situationen zu schnell abhandelt und den Klimax einer Story dadurch zu früh bringt. Ihr schafft so automatisch eine Einstiegshürde, die kaum mehr zu überwinden ist.

Die Folge: Nachzügler, die zu spät zugeschaltet haben, springen viel zu früh wieder ab. Lasst euch daher ausreichend viel Zeit. Schafft jede Menge Abwechselung und denkt dramaturgisch. Wie ihr das idealerweise macht, erkläre ich euch im nächsten Punkt.

4. Dramaturgie durch die richtige Storyline

Wer hat nicht als Kind schon gerne zugehört? Könnt ihr euch noch daran erinnern, wann es euch richtig gepackt hat und ihr nicht mehr aufhören konntet, den Eltern, Oma & Opa oder einem Hörspiel zuzuhören? Klar, wenn die Geschichte glaubwürdig ist und einen bestenfalls einen guten Aufbau hat. Exposition, Peripetie, retardierendes Moment, Handlungsverläufe und so weiter sind euch als Begriffe eventuell schon einmal begegnet. Baut auf jeden Fall eine Storyline auf, die authentisch ist und niemals gekünstelt wirkt. Erhaltet euch dabei den Live-Charakter, bei dem durchaus auch Versprecher und ähnliches passieren dürfen. Steht dazu! So sammelt ihr eher Sympathie-Punkte, als würdet ihr stocksteif vom Blatt oder Prompter ablesen. Haltet ihr die Spannung aufrecht, eure Zuschauer wollen schließlich gefesselt werden. Der positive und extrem wichtige Nebeneffekt ist der, dass zu nahezu jeder Zeit eingestiegen werden kann.

5. Auf das richtige Timing kommt es an!

Es ist nicht nur der richtige Ton, den ihr wählen solltet. Auch der Zeitpunkt ist entscheidend, und das gleich in zweierlei Hinsicht: Zum einen ist der thematische Bezug essentiell. Spielen beispielsweise brisante Themen eine wichtige Rolle in eurem Stream, so ist es sehr wahrscheinlich notwendig, dass ihr in eurer Live-Übertragung zeitnah das Thema verarbeitet. Niemand interessiert sich unbedingt für olle Kamellen. Zum anderen spielt der richtige Zeitpunkt aber auch insofern eine große Rolle, weil ihr euer Publikum an euer Format gewöhnen müsst. Wählt daher zum Beispiel einen festen Tag, einen sinnvollen Zyklus und eine ungefähre Uhrzeit, in der man sich schon fast am Rechner oder Smartphone beziehungsweise Tablet verabredet.

Plant eure Show, euer Webinar etc. zum Beispiel bei Facebook als festgelegtes Event ein. Nutzt Crosspostings sowie Push Notifications und bewerbt die Live-Übertragung.

Wenn ihr schon einen Livestream anbietet, solltet ihr auch unbedingt auch wirklich live sein und kein Konserven-Video anbieten.

Livestreams auf Facebook, YouTube und Twitter6. Interaktion für Livestreams erwirken

Je packender und interaktiver eure Livestreams sind, desto mehr Interaktionen werdet ihr von Stream zu Stream erreichen. Wie ihr hier zum Ziel kommt? Je authentischer ihr in eurer Moderation und im freien Sprechen seid und je mehr ihr mit der recht einfachen Technik vertraut seid, desto leichter könnt ihr eure Fans ins Boot holen. Macht Abstimmungen, gebt zeitnah Feedback auf Kommentare. Fragt nach, welchen Verlauf eure Live-Session nehmen soll, um zu eurem vorgegebenen Ziel zu führen. Wählt vor allem für eure Zielgruppe relevante Themen! Diese Wege könnt ihr hervorragend in eurer Storyline berücksichtigen. Gebt zwei, drei Ansätze vor, die euch nach der User-Entscheidung immer wieder in Richtung Ziel bringen. So werden eure Zuschauer ganz bewusst in die Handlung einbezogen. Ihr macht dadurch den vorzeitigen Absprung immer schwieriger.

Einfacher habt ihr es natürlich, wenn ihr eure Livestreams mit mehreren Personen als Teamwork umsetzt. Ihr könnt euch beispielsweise so aufteilen, dass sich eine Person primär um die Moderation kümmert, während sich die zweite Person vor allem auf die Community hinsichtlich einlaufender Kommentare konzentriert und hier bei Bedarf eingreift.

7. Analysiert und wertet eure Streaming-Erfolge aus

Nur wenn ihr permament an der Tuning-Schraube dreht, um eure durch Analysen gewonnenen Erkenntnisse umzusetzen, werdet ihr eure Inhalte und eure Erfolge verbessern können. Kill your darlings lautet das Credo als Worst-Case-Erkenntnis. Auch wenn es euch vielleicht schmerzt: Trennt euch von Prinzipien, Styles, Formaten und so vielem mehr, wenn es selbst mittelfristig keine Wirkung zeigt.

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8. Haltet Euch technisch auf dem Laufenden!

Gerade in Social Media werden auch wir als Digital-Agentur immer wieder vor neue technische Herausforderungen gestellt. Sei es, weil sich an APIs etwas verändert, sei es, weil gerade kein anständiges WLAN zur Verfügung steht. Aus diesem Grund hier eine kleine Liste an Eventualitäten, die ihr im Vorfeld beachten solltet:

  • Latenz / Zeitverzögerung bei der Übertragung
    Denkt immer daran, dass Kommentare nicht in Echtzeit eintreffen!
  • Netzausfall während der Übertragung
    Kaum etwas setzt stärkere Nerven voraus, als bei laufender Übertragung, einem Up- oder Download festzustellen, dass ihr keine Internetverbindung mehr habt. Gerade auf großen Veranstaltungen ist dies an der Tagesordnung.
  • Akkulaufzeit
    Ladet alle einzusetzenden Geräte vollständig auf, wenn ihr keinen Blackout erleben möchtet. Wer keine Steckdosen vor Ort hat, hat mit Powerbanks gute Stromreserven und bleibt mobil.
  • Beleuchtung
    Macht euch vor der Live-Übertragung mit eurem Umfeld, dem Setting, vertraut. Überlegt, ob es zum Zeitpunkt des Livestreams schon oder noch hell genug ist.

Der folgende Punkt ist bewusst nicht Punkt 8. Steve Jobs zitierte damals vor der Uni in Standford aus dem „The Whole Earth Catalog“ legendär: „Stay hungry, stay foolish“. Eigentlich sagt er alles, ich möchte es aber noch einmal ganz bewusst herausstellen, weil es so wichtig ist. Seid gern verrückt, zumindest mutig. Probiert euch aus, probiert die Möglichkeiten aus. Verzweifelt nicht, wenn ihr eure Ziele nicht sofort erreicht. Bleibt am Ball. Und habt vor allem eins dabei: Immer viel Freude, Menschen zu erreichen, die auf eure Livestreams warten!

Solltet ihr hier doch verzweifeln oder direkt auf professionelle Betreuung setzen, dann sind wir natürlich gern zu Stelle. Ruft uns an unter 0261-450 9335-0 oder sendet uns einen Hilferuf über unser Kontaktformular.

Wenn ihr noch weitere Informationen über Livestreams auf den einzelnen Plattformen wünscht – hier sind sie:     Facebook   |   YouTube   |   Twitter

In diesem Sinne: Live is live!

Autor

Malte Schreer

Malte Schreer
Marketing Manager

Malte entwickelt erlebbare Storylines. Er legt Wert auf Authentizität, im Social Web und auf dem Surfboard.

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